Beiträge von picco

    Hallo liebe Milton-Leserunde,


    ursprünglich hatte ich mich ja auch für diese Leserunde angemeldet, bin aber noch nicht dazu gekommen auch nur eine einzige Seite zu lesen. Da morgen schon der 1. Mai ist und dann auch die Don Quixote-Leserunde losgeht, die ich unbedingt mitmachen/mitlesen möchte, stelle ich wohl Paradies lost erstmal wieder in den Schrank. Im Moment wär das wahrscheinlich eh nichts für mich. Für so ein Buch ist es glaub' ich besser, wenn man den Kopf ein bißchen freier hat. Aber euch auf jeden Fall noch viel Spaß!


    LG
    Caro

    Ich schleiche jetzt schon seit zwei Tagen um diese Leserunde. Das Buch steht im Schrank und wurde irgendwann mal kurz angelesen. Ich glaube, den Anfang habe ich sogar mehrmals gelesen, weil der mir irgendwie gefallen hat, aber ich bin nie weiter gekommen.


    Egal, ich mach' mal mit. Bis zum 2. April hab' ich ja noch ein bißchen Zeit mich gedanklich darauf vorzubereiten.
    Mein Buch ist ein kleiner, gelber Reclam-Band (ohne Bilder) mit bereits vergilbten Seiten.

    Hallo,
    hat jemand von euch so eine Art Lesepartner außerhalb dieses Forums, sprich im 'richtigen' Leben? Jemand mit dem man gemeinsam ein Buch liest, vielleicht sogar am selben Ort? Jemand mit dem ihr euch (hauptsächlich) über Bücher und Lesen unterhaltet?
    Ich fände das echt schön. Leider ist von meinen Freunden keiner so ein Bücherwurm und schon gar kein Klassikerliebhaber. Leider weiß ich auch nicht, wie man so jemanden finden soll - so eine Arte Leseseelenverwandten?
    Von euch wohnt nicht zufällig jemand in Kiel? :zwinker:

    Hallo, ich lese auch gerade 'Auferstehung'. Meine Ausgabe (Fischer Klassik) hat 600 Seiten und 400 davon habe ich jetzt gelesen. Ich komme auch nicht besonders schnell voran. Das ist jetzt schon meine dritte Woche mit dem Buch - aber es liegt nicht am Buch! Das läßt sich sehr gut lesen, finde ich. Ich kann auch nicht sagen, dass Tolstoi da irgendwie in einen predigenden Tonfall fällt. Es mögen zwar seine Überzeugungen sein, aber sie werden ja immer von dem Hauptcharakter Nechliudow vertreten und das ganz natürlich und stimmig. Also man hat nicht den Eindruck, er würde da immer mal einen Absatz zwischen den Handlungsverlauf schieben.
    Von den Charakteren fasziniert mich eigentlich keiner besonders, muß ich sagen, aber sie sind mir auch nicht unsympathisch. Es ist halt nur niemand dabei, der mich irgendwie fesselt. Wie finsbury finde ich auch die Beschreibungen sehr schön, wie überhaupt Tolstois Schreibstil insgesamt. Und das Thema wird ja wohl leider immer aktuell bleiben.
    Und wenn ich dann mit 'Auferstehung' durch bin, könnte ich ja der 'Anna Karenina' einen dritten Anlauf gönnen. Hab' schon zweimal angefangen, bin aber nie sehr weit gekommen. Vielleicht klappt's ja beim dritten Mal.


    Nachtrag vom 03.02.2010:
    So, seit gestern Abend bin ich auch durch mit 'Auferstehung'. Das Ende war ja ziemlich enttäuschend. Die Handlung bricht mit der Begnadigung der Maslowa einfach ab. Sie geht ihrer Wege, Nechliudow geht seiner. Aber im Grunde wird er ab da nur noch benutzt, um Tolstois Ansichten über Gott und die Welt zu verkünden. Eindeutig die Gelegenheit für das Mecker-Smiley: :grmpf:

    Hallo,
    ich habe gerade erst gesehen, dass hier demnächst Don Quijote im Kalender steht. Falls ich das bis zum 1. Mai nicht vergesse, würde ich auch gerne
    mitlesen. Ich hab' das Buch auch schon eine Weile im Regal stehen, hatte es auch schon mal angefangen, dann aber aus mir nicht erinnerlichen Gründen
    wieder abgebrochen. Aber lesen wollte ich es schon lange mal.
    (Nur meine Beiträge dürften nicht so gut sein, wie viele von euch hier. Ich lese zwar unheimlich gerne, aber meistens kann ich irgendwie nichts vernünftiges dazu sagen, außer vielleicht eine Inhaltsangabe...)

    "Eh bien, mon prince, Gênes et Lucques ne sont plus que des apanages, des Güter, de la famille Buonaparte. Non, je vous préviens que si vous ne me dites pas que nous avons la guerre, si vous vous permettez encore de pallier toutes les infamies, toutes les atrocités de cet Antéchrist (ma parole j'y crois) - je ne vous connais plus, vous n'êtes plus mein ergebener Sklave, comme vous dites. Nun, seien Sie mir willkommen, seien Sie mir willkommen! Je vois que je vous fais peur, setzen Sie sich und erzählen Sie!"


    Leo Tolstoi - Krieg und Frieden


    Und das, wo ich kein Wort Französisch kann...

    Ich habe bis jetzt auch nur die ersten beiden Kapitel gelesen und muß mich an den Stil erst noch gewöhnen. Da gibt es immer wieder Sätze, die ich zwei- oder dreimal lesen kann und sie trotzdem nicht verstehe.
    Soweit wie ich es bis jetzt verstanden habe, ist Aschenbach ein Schriftsteller mit einem Ziel vor Augen, etwas, das er in seinem Leben erreichen will. Aber es kostet ihn sehr viel Mühe und vor allem Disziplin. Das Schreiben fällt ihm nicht leicht, sondern ist harte Arbeit, zu der er sich jeden Tag auf's neue zwingt. Schön fand ich den Satz, wo ein Beobachter Aschenbach charakterisiert und den Vergleich mit der Faust und der 'bequem von der Lehne des Sessels hängenden Hand' bringt.
    Und jetzt wurde durch diesen Fremden irgendwie die Reiselust in ihm geweckt. Ich sehe darin eine Flucht vor diesem Leben im Zwang, das er sich selbst auferlegt hat, auch wenn er es vor sich selbst anders begründet.
    Na ja, das sind zumindest meine laienhaften Ansichten zu den ersten zwei Kapiteln. Mit der ganzen Todessymbolik kenne ich mich ehrlich gesagt nicht so aus.

    Hallo Saltanah,


    mich würde auch interessieren, ob du es schon gelesen hast und wie es dir gefallen hat.
    Ich habe das Buch gestern in einer dreibändigen deutschen Übersetzung gesehen und war sofort neugierig. Gekauft habe ich es noch nicht, aber
    lesen will ich es auf jeden Fall mal.


    LG
    picco

    So, ich bin auch bereit. Ich habe heute die Fischer-Taschenbuchausgabe gekauft. Und jetzt bin ich mal gespannt, ob mir das gemeinsame Lesen Spaß macht.
    Von Thomas Mann habe ich bisher nur die 'Buddenbrooks' und den 'Zauberberg' gelesen. Beides ist schon ewig her und ich erinnere mich nur noch schemenhaft.