März 2012: Anne Brontë: Agnes Grey

  • Die Leserunde startet morgen. Hier die üblichen Links:


    Zur Autorin die englische Wikipedia-Seite:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Anne_Bront%C3%AB


    Zum Roman (gibt’s leider nur auf englisch):
    http://en.wikipedia.org/wiki/Agnes_Grey


    Der englische Originaltext:
    http://annebronte.com/agnes-grey/chapter-1-the-parsonage/


    Anne Bronte’s Poems:
    http://annebronte.com/poems/


    Agnes Grey gibt’s auch als Hörbuch:

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  • Morgen am Mittwoch, dem 28. März 2012 beginnt eine weitere Leserunde mit einem Roman der Brontë-Schwestern. Diesmal haben wir uns für den ersten Roman von Anne entschieden: Agnes Grey. Wie Charlotte, Annes ältere Schwester, einmal bemerkte spiegelt „Agnes Grey“ das Wesen der Verfasserin wieder. Ich bin gespannt.


    Weitere Mitleser dürfen sich uns gerne anschließen.


    - und hier geht’s zum Materialien-Thread:
    http://www.klassikerforum.de/i…64.msg50031.html#msg50031

  • Hallo Montaigne,


    ich freue mich auf unsere Leserunde und bin auch sehr gespannt auf Annes Wesen bzw. auf das von Agnes. Nach dem ersten Kapitel erhält man bereits einen Einblick. Für mich stellt sich Agnes als eine junge Frau dar, die sich viel zutraut, auch Dinge von denen sie keine realistische Vorstellung hat, vielleicht etwas naiv, vermutlich nicht zuletzt getrieben vom Wunsch die wirtschaftliche Lage der Familie zu verbessern und als ein Mensch mit Träumen…


    Gruß
    Eni
    (PS: lustig, gestern hat der Harenberg Literaturkalender der "Sturmhöhe" einen Artikel gewidmet.)

  • Hallo Eni,


    habe jetzt auch das erste Kapitel beendet und es gefällt mir sehr wie Anne/Agnes erzählt: - wie sie ihre Familie vorstellt, vom finanziellen Desaster des Vaters berichtet, ihre Idee als Gouvernante zu arbeiten kundtut, ja Agnes ist wie du schreibst, ein Mensch mit Träumen, aber keine Träumerin – das alles liest sich leicht und ist doch sehr interessant. Dann das Abschiednehmen von den Tauben, der Katze .... einfach wunderbar erzählt. Ich hoffe das Buch geht so weiter!


    Gruß
    Montaigne

  • Im 2. Kapitel erreicht Agnes ihr neues Zuhause, das stattliche Herrenhaus „Wellwood“. Sie luncht mit Mrs. Bloomfield und bekommt ihre zukünftigen Schüler Tom und Mary Ann, sowie deren jüngere Schwestern Fanny und Harriet vorgestellt. Sehr schön wird beschrieben wie Master Tom seine Schwester Mary Ann herabsetzt um sich selbst in den Vordergrund zu spielen. Man kann sich das gut vorstellen. Schrecklich dann das Verhältnis des Jungen zu Tieren, denen er mit Vogel-, Maulwurfs- und Wieselfallen nachstellt. Hier ist er das genaue Gegenteil von Agnes, der die Vögel Futter aus der Hand pickten. Ob es ihr gelingt Tom zu ändern?

  • Das dritte Kapitel widmet sich weiter der Beschreibung der Schulstunden. Die Kinder sind jeder Art geistiger Anstrengung abgeneigt, gleichgültig und unaufmerksam. Außerdem kennen Sie keinen Gehorsam. Das Schulzimmer: Die bockigen Kinder wälzen sich am Boden, verweigern jede noch so kleine Aufgabe. Ich bewundere Agnes, die dabei nicht die Fassung verliert, zumal ihr keine erzieherischen Maßnahmen zur Verfügung stehen. Die Kinder sind furchtbar, wobei man ihnen keinen Vorwurf machen kann, ihnen wurden keine Werte vermittelt. Sie sind auch nicht an Zuneigung interessiert, was wiederum völlig gegenteilig zu Agnes Wesen ist.
    Nur am Ende des Kapitels findet sich ein Hinweis darauf, dass Agnes die Trennung von zu Hause als lang und traurig empfindet. Ich wäre längst weggerannt...

  • Hallo Montaigne,
    der Roman liest sich recht flüssig. Wie weit bist du denn inzwischen?


    Nachdem die Tätigkeit bei den Bloomfields beendet ist, kommt mir Agnes Enthusiasmus etwas gedämpft vor. Nach einiger Zeit zu Hause tritt sie dennoch eine neue Stelle an. Wenn Agnes bei der ersten Familie am Anfang voller Ideen steckte, ist davon nun nicht mehr viel spüren. Anne nimmt auch relativ schnell die Dauer des Aufenthaltes bei Familie Murray voraus.
    Die Menschen, von denen Agnes umgeben ist, sind arrogant und geltungsbedürftig, sie lassen Agnes den Standesunterschied deutlich spüren. Sie weiß, dass sie den anderen in Bildung und Erziehung überlegen ist und übt sich in Demut. Man spürt wie einsam Agnes ist, obwohl sie nicht allein ist. Ich frage mich, ob dies das Schicksal einer jeden Gouvernante dieser Zeit war?


    Gruß
    Eni

  • Hallo Eni,



    Nur am Ende des Kapitels findet sich ein Hinweis darauf, dass Agnes die Trennung von zu Hause als lang und traurig empfindet. Ich wäre längst weggerannt...


    Wahrscheinlich wären die meisten längst weggerannt, aber Agnes gibt nicht so schnell auf, schon bewundernswert, wie das Mädchen den einmal gefassten Plan auch durchzusetzen versucht – und das alles ohne pädagogische Ausbildung oder sonst wie auf diese Aufgabe vorbereitet worden zu sein. – Ja, du hast Recht am Ende des dritten Kapitels, wenn sie von ihrem bevorstehenden Weihnachtsurlaub spricht, kann man zwischen den Zeilen lesen, dass das alles nicht so leicht für sie ist, aber beklagen tut sie sich nicht.


    Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass Agnes von ihrem Weihnachtsurlaub ausführlich berichtet, das Wiedersehen mit den Eltern und der Schwester und wie damals in Nordengland Weihnachten gefeiert wurde. Aber im nächsten, im vierten Kapitel erklärt sie ja, warum sie meinem Wunsch nicht entsprochen hat. Anne/Agnes wollte kein Unterhaltungsbuch schreiben, sondern der Roman sollte auf die Situation der Gouvernanten aufmerksam machen, dafür da muss ich dir Recht geben, Eni, liest sich der Roman recht flüssig.




    Ich frage mich, ob dies das Schicksal einer jeden Gouvernante dieser Zeit war?


    Wahrscheinlich schon, zumindest der meisten. Und wahrscheinlich haben das die meisten als normal empfunden. Bis Annes Roman erschien. Der hat dann sicher im Bewusstsein einiges geändert. Ich erinnere mich an ein Zitat und will gelegentlich raussuchen, wer es genau gesagt hat, dass man jeder Familie die eine Gouvernante beschäftigt, Annes Roman in die Hand drücken sollte. Ähnlich wird die Wirkung auch auf den Umgang mit Tieren gewesen sein. Tierschutz war damals ja noch nicht einmal als Wort bekannt. Möglicherweise sind die Romane ihrer Schwestern größere literarische Meisterwerke, auf das Bewusstsein der damaligen Leser haben sicher Annes zwei Romane mehr Wirkung erzielt. Ich erinnere mich gerade an ein Zitat zu ihrem zweiten Roman das ich allerdings auch nur aus dem Gedächtnis wiedergeben kann: Als Helen die Schlafzimmertür vor ihrem Ehemann zuwarf, hallte dieser Knall durch ganz England!


    Ich hoffe, dass ich über Ostern meine Leseleistung etwas vorantreiben kann und bitte dich wieder etwas Geduld mit mir zu haben.


    LG
    montaigne

  • Hallo Montaigne,


    Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass Agnes von ihrem Weihnachtsurlaub ausführlich berichtet, das Wiedersehen mit den Eltern und der Schwester und wie damals in Nordengland Weihnachten gefeiert wurde...


    Dies findet nach den nächsten Weihnachtsferien noch eine Steigerung. Im achten Kapitel erfährt Agnes aus einem Brief von der bevorstehenden Hochzeit ihrer Schwester. Obwohl sie bald ihren Urlaub antritt, erfährt man im Anschluss kein Wort über den Aufenthalt zu Hause. Da die Hochzeit ein bedeutendes Ereignis in der Familie sein muss, schließlich gibt es ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl, unterstreicht dieses Nichterwähnen in meinen Augen die Belanglosigkeit des Menschen Agnes im Hause Murray. Kein Mensch scheint sich dafür zu interessieren. Im Gegensatz dazu steht die detailreiche Schilderung der wichtigsten Verehrer, welcher Miss Murray sich rühmt.


    Bis bald
    Eni

  • Hallo Montaigne,


    vermutlich steckst du gerade mitten in Agnes Zeit auf Horton Lodge. Agnes muss sich in der Anfangszeit regelrecht eingesperrt gefühlt haben. Im weiteren Verlauf ergibt sich aber hin und wieder die Gelegenheit das Haus zu verlassen, z.B. für einen Spaziergang oder einen Besuch bei den Kätnern (über den Begriff stolperte ich anfänglich, aber es sind wohl schlicht und ergreifend die Bewohner der Katen gemeint). Vielleicht verlagert sich aber auch nur die Schilderung des Alltags ein wenig von den Schulstunden auf das äußere Leben. Jedenfalls atmet man regelrecht auf, als sich für Agnes der ein oder andere Kontakt zu Menschen ergibt, die sie nicht als Untergebene betrachten. Wirkliche Freundschaften entstehen für Agnes beim Besuch der Alten und Kranken nicht, vielmehr steht das Gebot der christlichen Nächstenliebe im Vordergrund.


    Bedrückend die Szenen, in denen sich Agnes wohl am liebsten in Luft auflösen würde, z.B. der Spaziergang nach der Kirche. Die Gruppe beachtet sie nicht mit einem Blick, nicht mit einem Wort. Agens lässt sich zurückfallen, betrachtet eingehend die Umwelt, um der Scham zu entgehen. Wie einsam sie sich fühlen muss.
    Wenn die edlen Herren abgebogen sind, ist Agnes natürlich wieder recht den jungen Damen die Zeit zu vertreiben...


    Ich melde mich hiermit für gut eine Woche ab. Dir weiterhin viel Freude beim Lesen!


    Gruß
    Eni

  • Hallo Eni,



    vermutlich steckst du gerade mitten in Agnes Zeit auf Horton Lodge.


    Genau.



    Im weiteren Verlauf ergibt sich aber hin und wieder die Gelegenheit das Haus zu verlassen, z.B. für einen Spaziergang oder einen Besuch bei den Kätnern (über den Begriff stolperte ich anfänglich, aber es sind wohl schlicht und ergreifend die Bewohner der Katen gemeint).


    Im Original ist das 11. Kapitel mit „The Cottagers“ überschrieben, das hätte man auch so stehen lassen können, man kann natürlich Cottage auch mit Kate übersetzen, in einer anderen Übersetzung heißt das 11. Kapitel bei Sabine Kipp „Die Häusler“, auch nicht besser. Hier mal der zweite Absatz des 11. Kapitels im Original (die zwei Hervorhebungen sind von mir):


    „Often, when they had no more agreeable occupation at hand, the Misses Murray would amuse themselves with visiting the poor cottagers on their father’s estate, to receive their flattering homage, or to hear the old stories or gossiping news of the garrulous old women; or, perhaps, to enjoy the purer pleasure of making the poor people happy with their cheering presence and their occasional gifts, so easily bestowed, so thankfully received. Sometimes, I was called upon to accompany one or both of the sisters in these visits; and sometimes I was desired to go alone, to fulfil some promise which they had been more ready to make than to perform; to carry some small donation, or read to one who was sick or seriously disposed: and thus I made a few acquaintances among the cottagers; and, occasionally, I went to see them on my own account.”


    Was genau ein Cottage ist kann man bei Wikipedia nachlesen, ein nur aus einem Erdgeschoss bestehendes Haus, ohne Unterkellerung:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Cottage_(Wohngeb%C3%A4ude)


    Ich hatte das, seit ich als Shakespeare-Fan bei meinem allerersten Englandbesuch Anne Hataway’s Cottage besucht hatte, als Farmhouse in Erinnerung:


    http://www.shakespeare.org.uk/…ne-hathaways-cottage.html



    Gruß
    montaigne


  • Wie einsam sie sich fühlen muss.


    Hallo Eni


    Ja, da hast du Recht, Agnes fühlt sich sehr einsam, aber es gibt eine kleine Hilfe aus dieser Einsamkeit: die Literatur, so hat sie z.B. wie wir im 14. Kapitel erfahren immer ein Buch dabei, um sich die Zeit zu vertreiben, wenn ihre Schülerin nicht mit ihr reden will. Leider erfahren wir meistens nicht, was Agnes liest. Zwei Autoren habe ich aber durch die von ihr verwendeten Zitate erschlossen:


    1. Lord Byron zitiert sie am Ende des dritten Kapitels, wenn man aber genau mit Byrons „Stanzas to Augusta“ vergleicht (Zeilen 22 bis 24) verkürzt sie insbesondere die Zeile 23. Bewußt?


    Anne:


    I would turn towards my home, and say within myself -
    They may crush, but they shall not subdue me! ‘Tis of thee that I think, not of them.


    Byron:


    http://readytogoebooks.com/LB-Augusta2.html


    2. James Thomson zitiert Anne zweimal im 1. und im 7. Kapitel

  • James Thomson war ein schottischer Schriftsteller der von 1700 bis 1748 lebte. Sein Meisterwerk „The Seasons“ wurde zum Schlüsselwerk der Aufklärung und beeinflusste Dichter, Denker, Maler und Komponisten.


    http://www.perlentaucher.de/buch/18198.html


    „The Seasons“ wurde 1730 veröffentlicht, 1744 ins Deutsche übersetzt und bildet nach einer Textbearbeitung durch Baron Gottfried van Swieten die Grundlage für Joseph Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“, das 1801 in Wien uraufgeführt wurde.


    Anne bringt in ihrem 1847 erschienen Roman Agnes Grey zwei Zitate aus “The Seasons“. Im 1. Kapitel aus spring:


    - Delightful task!
    To teach the young idea how to shoot!


    und im 7. Kapitel aus winter:


    Deserts tossed in snow,
    And heavy laden groves.


    wobei sie hier eine kleine Änderung vornimmt und statt “deserts lost in snow” (Einöde im Schnee verloren), “deserts tossed in snow“ (Einöde in Schnee geworfen) schreibt.

  • Hallo Montaigne,
    Danke für die interessanten Informationen zu den Zitaten. Ich finde es immer spannend in Romanen auf andere Stücke zu stoßen. Besonders von James Thomson hatte ich noch nie gehört. Ja, die Bücher werden Agnes wohl so manch einsame Stunde versüßt haben. Sie ist bei ihren Schülern ja sogar als „Bücherwurm“ verschrien. Zweifelsohne war auch Anne sehr belesen. Du als Shakespeare-Fan bist dann sicher nicht über den Namen Dogberry im 7. Kapitel gestolpert, als Anne auf weitergehende Beschreibungen der ersten Tage auf Horton Lodge verzichtet.


    Da ich die letzten Tage Ferien in einem reetgedeckten Friesenhäuschen, den englischen Cottages übrigens nicht unähnlich, gemacht habe, habe ich das Buch inzwischen beendet. Ich möchte nicht vorgreifen, da ich nicht weiß, wie weit du bist, aber der letzte Teil des Buches war sehr spannend…


    Gruß
    Eni

  • Hallo Eni



    Ich erinnere mich an ein Zitat und will gelegentlich raussuchen, wer es genau gesagt hat, dass man jeder Familie die eine Gouvernante beschäftigt, Annes Roman in die Hand drücken sollte.


    1868, also gut 20 Jahre nach Erscheinen von Agnes Grey, schrieb die Mutter von Bertrand Russell, Lady Amberly (1842 – 1874) in ihr Tagebuch: „Las Agnes Grey, eine der Brontes und würde das Buch am liebsten jeder Familie mit einer Gouvernante geben, und werde es wieder durchlesen, wenn ich ein Gouvernante habe, damit es mich daran erinnert, mich menschlich zu verhalten.“




    habe ich das Buch inzwischen beendet. Ich möchte nicht vorgreifen, da ich nicht weiß, wie weit du bist, aber der letzte Teil des Buches war sehr spannend…


    Habe den Roman vor ein paar Tagen auch beendet und wie du schon sagtest, am Schluss wurde es noch mal richtig spannend. Dazwischen lässt Anne den Hilfspfarrer Edward Weston die Grundlagen des Christentums erklären von der Essenz der Bergpredigt nach Matth. 22 bis zur „Goldenen Regel“ Luk. 6,31, wiewohl ja der ganze Roman von Bibelzitaten gespickt ist, nicht umsonst war Anne ja gelernte Pfarrerstochter.



    Neben den Hinweisen auf das unmenschliche Verhalten gegenüber Gouvernanten versäumt es Anne auch nie auf das noch unmenschlichere Verhalten gegenüber Tieren hinzuweisen. Das war ihr auch im wirklichen Leben ein großes Anliegen. Ellen Nussey, eine Freundin ihrer Schwester Charlotte berichtet von einem gemeinsamen Seeaufenthalt in Scarborough mit Charlotte und Anne, der wohl der gesundheitlichen Stärkung von Anne dienen sollte: Am Samstag, dem 26. Mai 1849 hatten die drei jungen Damen einen Eselswagen für einen gemeinsamen Ausflug am Strand gemietet, dazu einen Jungen als Kutscher. Als der Junge den Esel mit einem Hieb vorantrieb, nahm ihm Anne die Zügel ab und hielt ihm eine Rede, wie man Tiere zu behandeln habe. Darauf wurde der Junge entlassen.
    Am Montag, dem 28. Mai 1849 starb Anne.



    Dir, Eni, vielen Dank dafür, dass du die zwei Romane von Anne mit mir gelesen hast.

  • Hallo Montaigne,


    ich gebe den Dank für die nette Leserunde gern zurück. Deine vielen Randinformationen haben es sehr interessant gemacht und die Geschichte schön in ihre Zeit eingebettet.


    Am Ende, als Agnes ihren Morgenspaziergang am Strand macht, hatte ich schon so ein Gefühl, dass nun noch etwas passieren würde. Ich dachte immer, es kann doch nicht sein, dass Weston jetzt hier auftaucht. Aber es geschieht tatsächlich und ich habe mich wirklich für Agnes gefreut. Das gute Ende sehe ich auch ein wenig als Lichtblick für andere Frauen in Agnes Lage und hoffe, dass die Geschichte von recht vielen Gouvernanten gelesen wurde. Auch deine Erwähnung von Lady Amberlys Tagebucheintrag lässt die damalige Zeit etwas heller erscheinen, als sie es während der Lektüre manchmal schien.


    Auf bald
    Eni


  • Das gute Ende sehe ich auch ein wenig als Lichtblick für andere Frauen in Agnes Lage und hoffe, dass die Geschichte von recht vielen Gouvernanten gelesen wurde. Auch deine Erwähnung von Lady Amberlys Tagebucheintrag lässt die damalige Zeit etwas heller erscheinen, als sie es während der Lektüre manchmal schien.


    Auf bald
    Eni


    Hallo Eni,


    ja stimmt, das Happy end hat dem Roman noch mal gut getan, aber es war doch eine dunkle Zeit damals, verglichen mit heute hat sich doch vieles gebessert, möglicherweise auch durch Frauen wie Anne, die Missstände angeprangert haben.


    Bevor ich mit Charlotte weitermache, hätte ich jetzt große Lust „Irrungen, Wirrungen“ von Theodor Fontane zu lesen. Besteht dein Interesse noch?