Ach, sowohl "profond" als auch "profound" haben mehrere Bedeutungen, was Galsworthy konkret gemeint hat, müsste man ihn selbst fragen. Aber irgend etwas mit "Absturz" meiner Meinung nach nicht.
Beiträge von pengulina
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to prosper = im Wohlstand leben; sehr erfolgreich sein
profond --> profound = schwer
Ich interpretiere das so, dass er einfach schwerreich ist (er verhält sich ja auch so).
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Dieser Roman ist sehr gut lesbar, spannend, witzig und analytisch, auch nach 100 Jahren immer noch einer der großen Klassiker der englischen Literatur des 20. Jahrhunderts.
Ich habe die Forsyte-Saga sehr gern nochmal gelesen, ich mochte die ausführlichen Beschreibungen, das Augenzwinkernde, die Figuren, die Moralvorstellungen der damaligen Zeit. Galsworthy soll seine zweite Frau Ada als Modell für Irene genommen haben, deren erster Ehemann eine Art Soames gewesen sein soll.
Auch von mir ein großes Danke für die Anregung.
PS: Was sind in diesem Zusammenhang Fühlungsvorteile? -
Ich bin jetzt auch mit dem zweiten Teil durch, und bislang ist aus der Ehe nichts geworden.
Profond kommt irgendwie schmierig-schleimig rüber (hat er Val schon das Pferd geschenkt?).
Da kommt mir immer dieses Lied in den Sinn:
Oozing charm from every pore
He oiled his way around the floor(aus "My Fair Lady", Julie Andrews, You did it)
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Das ist eine altmodische Bedeutung von "chancery", nämlich in der Tat "in Fesseln" oder sogar "im Schwitzkasten" (aus dem Ringen oder Boxen). Natürlich könnte auch ein Gerichtsverfahren gemeint sein, aber ich glaube nicht, wenn ich mich an eine Stelle in Kapitel VIII erinnere, die ich auf Seite 289 des englischen E-Books gefunden habe: "Both their necks in chancery - and hers so pretty!" Insofern passen die Schlingen doch gut.
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Lies mal weiter
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Ich finde die Beschreibungen herrlich - so waren sie eben damals.
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Ich habe gestern und heute fast in einem Rutsch das zweite Buch gelesen und mit Interesse die Entwicklungen (und Verwicklungen) von Soames, Irene und dem jungen Jolyon verfolgt. Aber statt mich ausführlicher mit dem Burenkrieg zu befasssen, habe ich mich mit den Lebensumständen von Galsworthy selbst beschäftigt und mehr darüber erfahren, woher er seinen Stoff für die Forsyte Saga genonmmen hat. Neben den Figuren mag ich vor allem seinen Humor und die liebevolle Art, wie er beispielsweise Irene oder die Kinder beschreibt.
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Ich bin fast mit dem zweiten Buch fertig und habe zwischendurch auch etwas zu Galsworthy selbst und seiner Familie gelesen. Interessantes Gesellschaftsportrait.
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Das bezieht sich in meiner Erinnerung schon auf Soames, der sowohl sein neues Haus als auch seine Bilder und nicht zuletzt seine Frau damit meint und entsprechend behandelt. Er wird auch an mehreren Stellen so genannt (a man of property)
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Jetzt habe ich sowohl den ganzen ersten Band als auch den ersten Einschub beendet und lese gern weiter.
Ja, es ist etwas antiquiert, ja, das Frauenbild ist überholt, aber die Sprache ist stellenweise wirklich wunderschön und der leise Humor macht Spaß.
Ich weiß nicht mehr, wo ich gelesen habe, dass die literarische Qualität Galsworthys schon zu Lebzeiten verkannt wurde, aber ich finde die Forsyte Saga (die ja keineswegs sein einziges Werk ist, nur sein bekanntestes) durchaus lesenswert.
Auf den Inhalt gehe ich jetzt nicht weiter ein, Zefira kennt das Buch ja noch gar nicht.
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Lieber Zolas Zyklus, da fehlen mir immer noch einige.
Zola wollte ich schon lange wieder- und weiterlesen, da habe ich in der Schule (frz. Gymnasium) einiges gelesen, aber seither nichts mehr. Die E-Books sind preiswert …
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So, ich bin jetzt auch mit Teil II durch - das Haus, das Bosinney für Soames und Irene gebaut hat, ist fertig und viel teurer geworden als geplant, was für verschiedene Verwicklungen sorgt. Die Gerüchte über eine Liebschaft Irenes mit Bosinney verdichten sich, und die "Familienbörse" (wie Galsworthy den "Flurfunk" innerhalb der Forsyte-Familie nennt) läuft auf Hochtouren.
Viele liebevoll und detailreich beschriebene Szenen im London der viktorianischen Zeit - die Männer aushäusig im Club, die Frauen handarbeitend zu Hause.
Ich lese gern weiter.
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Herrlich fand ich die Schilderung des Familien-Flurfunks, der in Windeseile die Nachricht von Bosinneys Auftrag für Soames' Haus einmal rundschickt. Bisher (ich bin erst in Kapitel 1.7) werden ja nur die Familienmitglieder vorgestellt. Sehr unterhaltsam und typisch für die damalige Zeit.
da er doch sauber und reich ist und sie (bisher) nicht gewalttätig behandelt.
Was will man mehr?
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Frauen sind aber mindestens ebenso wichtig, wenn sie Geld in die Ehe bringen.
Borniert? Dünkelhaft? British Upper Class im 19. Jahrhundert.
Mir macht das Buch Spaß, ich erinnere mich erstaunlicherweise an viel, obwohl es sicher 40 Jahre her ist, dass ich es gelesen habe.
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Ich möchte bitte auch mitlesen, mit dem englischen E-Book.
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Hast du denn nur unterbrochen oder aufgehört?
Ich denke, ich lese irgendwann weiter.
Dir wünsche ich viel Kraft.
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Mir geht es wie Zefira:
Ich gebe die Hoffnung nicht auf, das Buch doch irgendwann zu lesen.
Sie hat mich zwar hierher gelockt, aber nachdem das Buch seit Jahrzehnten in meinem Regal darauf wartete, endlich gelesen zu werden, war die Überzeugung nicht sehr schwierig. Im Moment lese ich anderes.
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Mein Großvater war Verlagskaufmann und verschenkte zeitlebens nur Bücher, die er teilweise in seiner Druckerei schön binden ließ - so auch eine Ausgabe der Forsyte Saga, die ich geliebt habe, aber seit Jahrzehnten nicht mehr in die Hand genommen habe. Vielleicht sollte ich sie mal wieder rausholen.
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Ich werde mich in nächster Zeit vorrangig mit Brigitte Reimann und Natalia Ginzburg beschäftigen und Musil ein paar Wochen ruhen lassen - so schön auch die Formulierungen sind.