Kaiserchronik

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    Die Kaiserchronik ist ein Versepos aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Der oder die Autoren sind unbekannt. Die Chronik erhebt den Anspruch, die Viten der Kaiser von Julius Cäsar bis Konrad III. und damit den Übergang vom römischen zum deutschen Kaiserreich zu berichten. Angefüllt ist das Epos mit Sagen, Legen, Mären etc. Man findet Teile älterer Werke wie zum Beispiel der Odyssee und von Cäsars Bello Gallico. Teile der Kaiserchronik wiederum gingen in etliche andere mittelalterliche Versepen ein.


    Die vorliegende Ausgabe bietet links den Text in Mittelhochdeutsch und rechts eine Übersetzung. Diese Ausgabe ist nur eine Auswahlausgabe. Teilweise wurde der Text durch Zusammenfassungen ausgelassener Textteile unterbrochen.


    Auf Dauer war die Lektüre etwas mühsam. Dieser Kaiser hat jenen Krieg vom Zaun gebrochen, jene Fürsten bestraft und ist dann nach 35 Jahre, 11 Tagen und 15 Stunden Regentschaft gestorben. Jener Kaiser hat mit diesem Papst jene christlichen Wohltaten vollbracht und ist dann nach 7 Jahren, 4 Monaten Regenschaft gestorben. Etc. pp (da war ich für die Kürzungen wirklich dankbar). Am interessantesten waren die immer wieder eingeflochtenen Anekdoten und Legen. Intrigen, Liebschaften, Wunderheilungen. Was des Lesers Herz begehrt.


    Wie gesagt, keine einfache Lektüre, aber im Kontext der Entwicklung der europäischen Literatur ein wichtiger Meilenstein.

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)