Schenkt ihr an Weihnachten ein Buch?

  • Hallo Zusammen,


    man glaubt es kaum, aber Weihnachten steht vor der Tür und ich habe dieses mal zwei Bücher, die ich verschenken werde (als kleines Mitbringsl, wie wir in Bayern sagen):


    Timmerbergs-Single-/Beziehungs-ABC :klatschen:


    Endlich ein Buch, das sehr schön geschrieben und dann auch noch mit Humor gewürzt ist. Der Schreibstil hat mich besonders angesprochen, denn er trifft mit seinen Worten genau den Punkt und somit den Humor, der überall durchscheint.
    Außerdem fand ich das Cover und die gesamte raffinierte Gestaltung sehr schön (denn man bekommt zwei Bücher in einem – eines für Singles und eines für solche die in einer Beziehung leben). Es ist zwar von einem Mann geschrieben, aber gerade das hat mich als Frau besonders neugierig auf dieses Buch gemacht.
    Ein Buch, das man häppchenweise lesen kann – denn es ist kein Roman, sondern eine humorvolle Anekdote folgt der nächsten.



    und


    Frank Jöricke: Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage“ :klatschen:


    Ich lese viele Genres und es darf eben auch mal humorvoll sein. Deshalb habe ich „Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage“ gelesen. Könnt ihr euch noch an die Aera von „Viagra“, „Antiautoritäre Erziehung“, „Disco“, „Michael Jackson“ und „Boris Becker“ erinnern?
    Diese und noch viel mehr Themen sind eingebettet in die Geschichten rund um die Eltern, die Großeltern, eben den Onkel und den Vetter und zum Schluss ergibt alles einen Roman, den ich gerne wieder lesen werde. Was mir auch gefallen hat:
    Dass jedes Thema ansich in sich abgeschlossen ist, so kann man (natürlich auch frau) es auf dem Nachttisch liegen haben und jeden Abend reinlesen und sich dabei amüsieren. Soll man doch, wenn man abends lächelnd ins Bett geht, morgens mit einem Lächeln aufwachen (nur so am Rande). Ihr seht schon, mir hat es sehr gut gefallen.


    Ich habe beide gelesen und mir haben sie so gut gefallen, dass ich sie dieses Jahr als mein Geschenktipp verschenken werde.
    Denn, selbst für Leute, die wenig lesen (soll es ja tatsächlich geben :zwinker:) sind es tolle Bücher.


    Man kann es in einem Rutsch lesen oder häppchenweise. Einerseits ist alles in sich abgeschlossen, andererseits kann man es in ganzen Stücken genießen. Bücher für die Frau und den Mann und die Bücher sind mal was anderes.


    Herzlichen Gruß
    Aveleen

  • ich verschenk das ganze Jahr über Bücher, da mach ich zu Weihnachten eine Pause.


    Aber wenn ich eines verschenken würde, dann wären es zwei:


    Gilbert Adair: Mord auf ffolkes Manor.
    Gilbert Adair: Ein stilvoller Mord in Elstree


    Der erste Roman kam letztes Jahr heraus und wurde wohl ein veritabler Bestseller. Es handelt sich um ein sehr vergnügliches Spiel mit den Motiven, Themen und Strukturen der Romane Agatha Christies. Für Liebhaber des Genres gehört das zum Pflichtprogramm, für Liebhaber literarischer Spiele ebenfalls (allerdings wird man ohne eine gewisse Grundliebe zu Christies verschrobener Welt wohl auch mit dem intelligenten Spiel nicht wirklich etwas anfangen können).


    Der zweite Roman ist die eigentlich nicht geplant gewesene Fortsetzung. Wie sein Vorgänger trifft er den Tonfall perfekt, spielt beschwingt mit dem Genre, liest sich locker weg und bereitet dem Leser ein paar vergnügliche Stunden.


    Die Anspielungsdichte der beiden Romane verliert sich natürlich in der Übersetzung (aber es bleibt noch genügend übrig).


    Das beginnt bereits bei den Titel. "Mord auf ffolkes Manor" heißt im Original "The Act Of Roger Murgatroyd", was eine Anspielung auf "The Murder of Roger Ackroyd" ist (und ansonsten ein wirklich exzellenter Titel für den Roman. Was man allerding buchstäblich erst nach dem letzten Kapitel weiß). "Ein stilvoller Mord in Elstree" heißt "A Mysterious Affair of Style" und ist ebenfalls eine Christie-Anspielung: "The Mysterious Affair at Styles". Beide Male handelt es sich übrigens um Poirot-Romane, bei Adair tritt allerdings eine Krimiautorin als Detektiv auf. Am Schluss des zweiten Bandes -- aber nein, das wäre jetzt gespoilert.


    In einem dem zweiten Roman vorangestellten Brief an seinen Verleger, der ihn um eine Fortsetzung angebettelt habe, betont Adair, es sei sein Grundsatz und Stolz, sich nicht zu wiederholen. Aber dann sei ihm eingefallen, dass er noch nie eine Fortsetzung geschrieben habe und er sich also auch mal wiederholen könne, ohne sich zu wiederholen.


    Mit der Argumentation lässt natürlich auch eine Trilogie rechtfertigen. Und bei Amazon werden die beiden Originalausgaben dann auch prompt als Teile der "Evadne Mount Trilogy" angekündigt.


    Was eine sehr gute Nachricht ist. Ich jedenfall möchte noch sehr gern einen dritten Roman dieser Art lesen und freue mich jetzt schon drauf.

  • Hallo zusammen,



    Hallo Zusammen,


    Frank Jöricke: Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage“ :klatschen:


    Ich lese viele Genres und es darf eben auch mal humorvoll sein. Deshalb habe ich „Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage“ gelesen. Könnt ihr euch noch an die Aera von „Viagra“, „Antiautoritäre Erziehung“, „Disco“, „Michael Jackson“ und „Boris Becker“ erinnern?
    Diese und noch viel mehr Themen sind eingebettet in die Geschichten rund um die Eltern, die Großeltern, eben den Onkel und den Vetter und zum Schluss ergibt alles einen Roman, den ich gerne wieder lesen werde. Was mir auch gefallen hat:



    dann könnte dir auch "Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande" von Gernot Gricksch gefallen.


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    giesbert:
    Gilbert Adair: Mord auf ffolkes Manor.
    Gilbert Adair: Ein stilvoller Mord in Elstree


    habe ich schon länger im Auge. Der 1. Band kommt ja demnächst als Taschenbuch raus, dann möchte ich den Autor mal ausprobieren. Ich glaube, es gibt auch einen Roman von ihm, der irgendeinen Bezug auf einen Roman von Thomas Mann hat. Ich weiß den Titel nicht mehr, doch scheint es, dass der Autor gerne Anspielungen macht und Themen anderer Autoren aufgreift und daraus eine geistvolle "Persiflage" macht(?).


    Gruß
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

    Einmal editiert, zuletzt von JMaria ()