Hallo zusammen!
Ich bin mir nicht sicher, ob das nun ein Steckenpferd der Iris Radisch ist, oder eine Tendenz der aktuellen Literaturkritik:
Zusehends fühle ich mich mit dem Begriff des "postmodernen" Romans konfrontiert. Gemeint sind Romane, die von Anspielungen, Zitaten etc. aus andern Werken nur so wimmeln:
- Klaus Hoffer: Bei den Bieresch
- Marisha Pessl: Physik des Unglücks
- Umberto Eco: passim
Ist natürlich schön, so was. Da kann der/die Kritiker/in seine/ihre Belesenheit demonstrieren. Und der Literaturwissenschafter Anmerkungen produzieren.
Ich frage mich trotz allem: Wieso heisst dieses Phänomen "postmodern"? Wenn schon, müsste das doch "prämodern" heissen, oder? Sterne, Rabelais, Montaigne, Robert Burton, Jean Paul, Joyce, Arno Schmidt ... was haben die anderes gemacht?
Grüsse
sandhofer