Hallo,
da ich dieses Jahr in die gleichnamige Stadt reise, habe ich mit Lawrence Durrells Romantetralogie
Das Alexandria-Quartett begonnen,
bestehend aus den Romanen Justine, Balthasar, Mountolive und Clea.
Der Autor hat hier das Experiment unternommen, das zeitlich z.Teil gleiche Geschehen, z.T. davor und danach liegend durch die Perspektive verschiedener Personen so stark zu brechen, dass man das ganze Geschehen und den Sinn dahinter erst nach Lektüre aller vier Romane versteht. Dabei verfolgte er explizit sogar das hehre Ziel, einsteins Relativitätstheorie in Literatur zu verwandeln.
Laut Kritik ist ihm das bei den ersten beiden Romanen gelungen, die anderen beiden werden als schwächer bewertet.
Bin in "Justine" und weiß noch nicht, was ich von dem Ganzen halten soll.
Es geht um sinnlich- rastlose, gleichzeitig lebensübersättigte Menschen, deren Lebenswege sich in der subtropisch-sinnenschweren Metropole Alexandria immer wieder kreuzen und gegenseitig beeinflussen.
Bisher finde ich das Ganze sehr farbig und eindrücklich, gleichzeitig aber auch verquast und morbide. Übrigens spielt der erste Band absichtlich auf de Sade an: Die Titelheldin ist eine Freundin sexueller Ausschweifungen. Liebhaber eindeutiger erotischer Literatur werden aber hier trotzdem nicht bedient.
Kennt jemand von euch das hier vorgestellte Werk oder vielleicht andere Bücher von Durrell?
HG
finsbury