Comic-Biografien

  • Hallo zusammen,


    ich dachte, die Comic-Novelle von Horus! Schiller aus dem Leben Schiller wäre ein Einzelfall, gestern entdeckte ich bei Amazon eine Comic-Biografie über Johnny Cash mit über 200 Seiten.


    Was haltet ihr von dieser Art Biografien? Schon ausprobiert? Seid ihr für Neues offen oder eher ist es eher etwas für junge Leute?


    "Schiller" ist excellent gemacht. Ich hatte meine Freude an den Zeichnungen und der Geschichte.


    Gruß
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Hallo Maria,

    Zitat von "JMaria"

    Was haltet ihr von dieser Art Biografien? Schon ausprobiert? Seid ihr für Neues offen oder eher ist es eher etwas für junge Leute?


    es gibt auch eine zweibändige <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3770417496">Goethe-Biographie in Comicform</a>. Ich kenne davon aber nur den zweiten Band, den ich mir mal gekauft habe. Schiller kommt darin natürlich auch vor, es gibt da z.B. eine Szene, in der Goethe das "Apfelgeheimnis" von Schiller entdeckt. :-) Ich fand diese Biographie ganz nett, war aber nicht so davon begeistert, daß ich mir dann auch den ersten Band gekauft hätte; allerdings sehe ich gerade, daß der erste Band offenbar von einem anderen Zeichner gestaltet worden ist, vielleicht muß ich ihn mir doch mal anschauen.


    Die Frage nach der Zielgruppe von solchen Comic-Biographien ist natürlich berechtigt. Wenn man sich eingehend über eine Person informieren will, dann greift man doch wohl besser zu einem (Sach-)Buch. Ich fände einen solchen Comic eigentlich nur dann für mich interessant, wenn er als eigenständiges Werk bestehen kann, wenn es also nicht in erster Linie um Informationsübermittlung geht, sondern darum, einen künstlerisch ausdrucksstarken Comic zu produzieren. In meinem Regal steht beispielsweise der Band "Alice im Comicland - Comic-Zeichner interpretieren Werke der Weltliteratur", in dem die Zeichner jeweils nur eine Seite zur Verfügung haben, um eine berühmte Erzählung oder einen bekannten Roman darzustellen oder "nachzuerzählen". Manches davon finde ich eher langweilig, aber einigen Zeichnern gelingen wirklich eindrucksvolle Interpretationen. Sehr gut gefallen mir da beispielsweise "Alice im Wunderland" von T. Ott, "1984" von Mary Fleener oder "Die Verwandlung" erzählt von Loustal. Von denen würde ich eine Comic-Biographie auch dann lesen, wenn mich die Person, um die es da geht, eigentlich gar nicht interessiert.


    Das Cover der Jonny-Cash-Biographie, die Du verlinkt hast, gefällt mir jedenfalls schon mal ganz gut. Von dem Zeichner, Reinhard Kleist, kenne ich noch nichts, aber das, was ich gerade nach etwas Googeln gesehen habe, sieht recht originell und neugiererweckend aus. ;-)


    Zu den Biographien zählen auch die Autobiographien, die es ebenfalls in Comicform gibt. Beispielsweise <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17237/1.html">"Persepolis"</a> (ausgezeichnet als Comic des Jahres 2004), in dem Marjane Satrapi von ihrer Kindheit im Iran erzählt.


    Schöne Grüße,
    Wolf

  • das einzige, was ich je in dieser richtung gesehen habe, ist eine kurt-cobain-biographie auf der basis seiner tagebücher. ich habe bloß mal reingeschaut, habe also kein ausgeprägtes urteil darüber, aber ich denke, es kommt auch auf darzustellende personen an. bei kurt cobain ist das meiner meinung nach etwas passender als bei goethe und co.

    spring ihr doch nach! aber du hast angst, das glas zwischen dir und den anderen könnte zerbrechen. du hältst die welt für eine schaufensterauslage.

  • Hallo zusammen,


    gerade gefunden:
    Literatur-Comic: Kafka
    vielleicht interessiert das den Kafka-Leser.
    Viele Grüße
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)