• Hallo zusammen,


    Bin derzeit auf der Suche nach einer Horaz-Ausgabe (Sämtliche Werke) auf Latein und Deutsch. Da gibt es aber auf zvab.com verschiedenste Ausgaben, daher wollte ich mir hier zunächst Empfehlung und Rat einholen. Vielleicht kann mir jemand die ein oder andere Ausgabe empfehlen :zwinker:


    Imrahil

    "Die Kunst des Nachdenkens besteht in der Kunst..., das Denken genau vor dem tödlichen Augenblick abzubrechen. - Thomas Bernhard, Gehen

  • Hallo Imrahil,


    über Horaz-Gesamtausgaben kann ich zwar nichts Erhellendes beitragen, aber die Übersetzung von Horaz' <i>Oden und Epoden</i> von Bernhard Kytzler gefällt mir sehr gut. Ich habe eine zweisprachige Reclamausgabe dieser Übersetzung. Mir gefällt daran, daß die lateinische Wortfolge im Deutschen einigermaßen adäquat wiedergegeben ist (soweit das überhaupt möglich ist). Die originale Abfolge der Verse und Strophen kann man deshalb auch im Deutschen nachvollziehen, die Gedanken und Bilder empfindet man (ungefähr) in der Reihenfolge wie sie auch im Lateinischen auftreten. Das erinnert an die Art wie Hölderlin übersetzt und gedichtet hat, denn er hat es eigentlich überhaupt erst möglich gemacht, daß man im Deutschen so übersetzen kann, also in gewissem Sinne ein Deutsch mit griechischer oder lateinischer Grammatik verwendet. Ein derartiges Deutsch klingt natürlich gewöhnungsbedürftig, das muß nicht jedem gefallen. Aber wem so etwas nicht gefällt, der kann wahrscheinlich auch nichts mit Hölderlin anfangen, was bedauerlich wäre. ;-) Die Übersetzung von B. Kytzler klingt jedenfalls sehr poetisch, wie ich finde. Bei einer zweisprachigen Ausgabe erwartet man ja eher eine zwar sehr korrekte, aber eben meist auch unpoetische Übersetzung.


    Schöne Grüße,
    Wolf

  • Hallo Wolf,


    Danke für den Tipp, habe ebenfalls bereits Gutes über Kytzler Kommentar und Übersetzung gehört, werde unabhängig von einer Werkausgabe mit Sicherheit das Reclam-Büchlein erwerben.


    Imrahil

    &quot;Die Kunst des Nachdenkens besteht in der Kunst..., das Denken genau vor dem tödlichen Augenblick abzubrechen. - Thomas Bernhard, Gehen