Zitat von "Wolf"Beim Lesen der letzten Strophe denke ich an Vergänglichkeit und Verlust, ein melancholischer Rückblick auf ein früher erlebtes wunschloses Glücklichsein. Das ist umfassender als die von Dir erwähnte "verschmähte Liebe", geht aber in dieselbe Richtung.
Das klingt einleutend.
Schau mal, ich hab so ein Idee (kurzgefasst):
Ein Leben, wunschlose Glücklichkeit (somit schließe ich mich deinem an)
Aber man hat das Gefühl, dass gerade dieses (vergängliche) Gefühl verflogen ist (Pusteblume; einmal pusten, Blume leer)
Deswegen denke ich, dass er von einer Liebe schreibt, die er überfroh erlebt hatte und sich dann von Abschnitt zu Abschnitt verfremdet; es wird auch unpersönlicher (dein Hinweis; 1. Ich 2. Du 3. unpersönliche Wendungen).
Letztendlich ist die Liebe verflogen und der Kummer erscheint; Die Blume ist zerstört, zurück geblieben ist somit ein leeren, kahler Stengel; ein zerstörtes (zeitloses) (Eben-)bild (der Blume) irgendwie.
Ich bräuchte noch Hilfe bei dem zeitlichen Hintergrund, den Umständen Huchels und zusätzlichen Infos, die mehr auf die Intention des Gedichts hindeuten. Denn vielleicht liege ich auch vollkommen falsch
Was denkst du/ihr dazu?