Beiträge von Danny

    Zitat von "Wolf"

    Beim Lesen der letzten Strophe denke ich an Vergänglichkeit und Verlust, ein melancholischer Rückblick auf ein früher erlebtes wunschloses Glücklichsein. Das ist umfassender als die von Dir erwähnte "verschmähte Liebe", geht aber in dieselbe Richtung.


    Das klingt einleutend.
    Schau mal, ich hab so ein Idee (kurzgefasst):
    Ein Leben, wunschlose Glücklichkeit (somit schließe ich mich deinem an)
    Aber man hat das Gefühl, dass gerade dieses (vergängliche) Gefühl verflogen ist (Pusteblume; einmal pusten, Blume leer)


    Deswegen denke ich, dass er von einer Liebe schreibt, die er überfroh erlebt hatte und sich dann von Abschnitt zu Abschnitt verfremdet; es wird auch unpersönlicher (dein Hinweis; 1. Ich 2. Du 3. unpersönliche Wendungen).
    Letztendlich ist die Liebe verflogen und der Kummer erscheint; Die Blume ist zerstört, zurück geblieben ist somit ein leeren, kahler Stengel; ein zerstörtes (zeitloses) (Eben-)bild (der Blume) irgendwie.


    Ich bräuchte noch Hilfe bei dem zeitlichen Hintergrund, den Umständen Huchels und zusätzlichen Infos, die mehr auf die Intention des Gedichts hindeuten. Denn vielleicht liege ich auch vollkommen falsch


    Was denkst du/ihr dazu?

    Hallo Leute!


    Ich brauche drigend Hilfe bei der Bewältigung einer (Gedichts-)Interpretation des Gedichts "Löwenzahn" von Peter Huchel:


    "Fliegen im Juni auf weißer Bahn
    flimmernde Monde vom Löwenzahn,
    liegst du versunken im Wiesenschaum,
    löschend der Monde flockenden Flaum.


    Wenn du sie hauchend im Winde drehst,
    Kugel auf Kugel sich weiß zerbläst,
    Lampen, die stäubend im Sommer stehn,
    wo die Dochte noch wolliger wehn.


    Leise segelt das Löwenzahnlicht
    über dein weißes Wiesengesicht,
    segelt wie eine Wimper blaß
    in das zottig wogende Gras.


    Monde um Monde wehten ins Jahr,
    wehten wie Schnee auf Wange und Haar.
    Zeitlose Stunde, die mich verließ,
    da sich der Löwenzahn weiß zerblies."


    Ich habe echt keine Ahnung, auf was Huchel hier andeutet... aber ich persönlich würde denken, dass er auf eine verschmähte Liebe anspricht...?!
    Vielleicht kann mir jemand helfen, sein Verständnis von dem Gedicht mitteilen oder auch nur einen kleinen Hinweis zu der "Klärung des Falles" :) geben
    Ich wäre über jede Art von Hilfe eurerseits sehr erfreut!!!


    MfG, Danny :D