Eine New Yorker Fotografin macht "Jagd" auf lesende Menschen in der U-Bahn und lässt nicht locker, bis sie auch die Buchtitel
ausgespäht hat. Eine wunderbare Seite, es gibt fast jeden Tag neue Fotos.
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Eine New Yorker Fotografin macht "Jagd" auf lesende Menschen in der U-Bahn und lässt nicht locker, bis sie auch die Buchtitel
ausgespäht hat. Eine wunderbare Seite, es gibt fast jeden Tag neue Fotos.
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Da fallen mir spontan zwei Bücher ein.
Beide beginnen in einer kleinen und enden in einer großen Stadt.
Thomas Wolfe - Schau heimwärts Engel
Jack Kerouacs Debut ist stark von o.g. Buch inspiriert: The Town and the City
Ach ja, da fällt mir doch glatt noch eines der Heiligtümer der Weltliteratur
ein. Dostojewski - Die Brüder Karamassow
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Meine derzeitige Lektüre:
Walter Kempowski: Uns gehts ja noch gold
und
Walter Kempowski: 2. Band seines Echolot-Projektes
Zwischendrin viel Russisches.
Einen schönen Montag alle zusammen!
Nun, über die Neuübersetzung von Babels Reiterarmee habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Ich stöbere ja lieber in Antiquariaten, als mir neue Bücher zu kaufen. Also werde ich eben erst mal die alte Übersetzung in Angriff nehmen.
Am Freitag brachte mir der Postbote einige Bände Simonow, tolle alte DDR-Ausgaben. Simonow war wie Grossman und Ehrenburg Kriegsberichterstatter und begleitete die Rote Armee. Im Gegensatz zu Grossman ein systemkonformer Hardliner, der recht aggressiv zur Rache an den Deutschen aufforderte (wie auch Ehrenburg, der allerdings einen ganz anderen Background hatte).
Eine Frage am Rande: Kennt von euch jemand "Maxim und Fjodor" von Wladimir Schinkarjow? Habe das Buch zufällig für einige Cent erstanden und bin beim Lesen vor Lachen fast vom Stuhl gekippt. Zwei Alkoholiker, der eine ein wahrer Zen-Meister, der seine ebenfalls stets besoffenen Kumpel mit wahnwitzigen Weisheiten versorgt. Hat mich sehr an Wenedikt Jerofejews "Reise nach Petuschki" erinnert, ist aber noch viel absurder.
Wünsch euch eine schöne Woche
Hallo Lost,
hab mir gerade Rezensionen zu Schitkow angesehen, klingt ja großartig. Danke für den Hinweis, hatte noch nie von ihm gehört.
Hallo!
Vielen Dank für eure Antworten und Empfehlungen. Da gibt es ja noch einiges zu tun und zu entdecken. Ich werde als nächstes erstmal Konstantin Simonow in Angriff nehmen. Babels Reiterarmee ist nun auch auf meiner Liste, Fadejevs "Die Neunzehn" ebenso.
Swetlana Allilujewas "20 Briefe an einen Freund" lege ich dir sehr ans Herz, eine beeindruckende Lektüre, sehr gut geschrieben.
Danke für deine Liste, da werde ich gleich mal recherchieren
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Hallo alle zusammen!
Ich wollte mal fragen, wer von euch Interesse an russischer Literatur der Sowjetära hat. Ich kam durch den Grossman-Thread auf die Idee, dieses Thema zu eröffnen, möchte dort aber nicht vom Thema abweichen.
Nach der Lektüre der bekannten Klassiker von Puschkin bis Gorki begann ich mich vor vielleicht zwei Jahren, mit o.g. Thema zu beschäftigen, bin aber noch nicht sehr tief in die Materie eingedrungen.
Was habt ihr gelesen, welche Tipps und Empfehlungen könnt ihr mir geben?
Einige Autoren, die ich bereits gestreift habe: Scholochow, Solschenizyn, Pasternak, Rybakow, die Memoiren von Swetlana Allilujewa und Anna Larina Bucharina oder Wenedikt Jerofejew.
Bin auf der Suche nach neuen Anregungen, vom sozialistischen Realismus bis zu Dissidentenliteratur. Mangels Russischkenntnissen natürlich nur in der deutschen Übersetzung. Lyrik ausgenommen, da fehlt mir irgendwie der Zugang.
Freue mich Antworten.
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Hallo!
so, habe "Leben und Schicksal" am Wochenende beendet. War ein sonderbares Gefühl, ihr kennt das bestimmt, wenn man ein großes Werk zuklappt. Da muss man erst mal Luft holen.
Habe im Nachwort gelesen, dass es noch ein Vorgeschichte gibt, die bisher nur in der DDR erschienen ist. Titel ist mir gerade entfallen. Jedenfalls werden dort schon einige der Hauptpersonen eingeführt. Mach mich gleich auf die Suche.
Lost, ich würde Dir auf jeden Fall empfehlen, mit "Leben und Schicksal" zu beginnen. "Ein Schriftsteller im Krieg" ist eben doch eher fragmentarisch, beruht auf Notizen Grossmans, die von einer russsichen Historikerin und Beevor dokumentiert und zeitlich einbebettet werden. Sehr faszinierend, aber eben kein zusammenhängendes literarisches Werk.
Viel Freude beim Lesen und Entdecken!
Last
Hans Fallada - Der Trinker
nicht eigentlich Weltliteratur aber trotzdem erwähnenswert:
Hunter S. Thompson - Angst und Schrecken in Las Vegas, einfach unglaublich, dieser Bericht!
Hallo,
ich lese hier seit langem mit, und als ich gerade den Grossman-Thread entdeckte, musste ich mich einfach registrieren.
Mir ging es ganz genauso. Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich mit russischer Literatur und erst vor einigen Wochen "stolperte" ich über Grossman, im Rahmen einer Recherche über Ilja Ehrenburg. Beide waren Kriegsberichterstatter der roten Armee.
Habe "Leben und Schicksal" nun beinahe beendet und hatte von Anfang an das Gefühl, ein Meisterwerk zu lesen. Es ist schwer zu beschreiben, aber der Roman erinnert frappierend an die große Zeit des russischen Realismus, nicht umsonst wird er mit Tolstois "Krieg und Frieden" verglichen. Nun, im Gegensatz zu Tostoi hat Grossman sein Sujet "live" erlebt, ohne jetzt werten zu wollen. Viel Autobiografisches ist eingearbeitet, wie bereits erwähnt wurde. Ein gewaltiges Werk, ohne Zweifel.
Bin schon ganz traurig, dass nur noch 100 Seiten vor mir liegen. Gestern habe ich mir das Buch "Ein Schriftsteller im Krieg" besorgt, herausgegeben von dem Historiker Anthony Beevor. In dem Band sind kommentierte Notizen Grossmans enthalten, die er später für seine Kriegsreporteagen verwendete. Bin schon sehr gespannt.
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