Hesse erzählt in dem Roman „Siddhartha – eine indische Dichtung“ die Geschichte des Brahmanensohns Siddhartha. Dieser verlässt, begleitet von seinem Freund Govinda sein Heimatdorf und sein bisheriges Leben, in welchem er nicht jene Zufriedenheit findet, nach welcher er sich sehnt.
Am Ende seines Weges, auf welchem Siddhartha sowohl Höhen als auch Tiefen des Lebens erfährt, findet er schließlich die ersehnte Vollendung.
Bis zu diesem Punkt jedoch folgt Siddhartha einer Reihe verschiedener Weltanschauungen, erprobt verschiedene Lebensentwürfe und macht dabei seine Erfahrungen.
Auf seinem Lebensweg verweilt Siddharta an verschiedenen Stationen:
- Kindheit in der Brahmanenschule
- Askese und völlige Weltverachtung
- Ablehnung der buddhistischen Mönchsgemeinschaft
- "Leben der Welt und der Lüste": Geschäftsmann und Liebhaber
- Selbstmordgedanke und Flucht
- der Weise am Fluss
- der liebende und leidende Vater
- der Erleuchtete und Wissende um das Geheimnis des Daseins: OM
- Erlösung von Unruhe, Sucht und Begierde
Die Auflistung dieser Stationen habe ich zusammen mit folgendem Zitat/Bildnis gefunden, welches ich sehr passend finde: „Dieser Weg durchläuft eine Folge von (symbolischen) Wiedergeburten, Verwandlungen und Prüfungen, er führt Siddhartha über Hinduismus und Buddhismus hinaus zur Erlösung/Vollendung“ (http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/hesse/siddharta.htm)
Durch das Durchlaufen dieser „symbolischen Wiedergeburten“ und der Beschäftigung mit verschiedenen Philosophien und Dogmen erfährt Siddhartha schließlich, dass wahre Erkenntnis nicht aus Lehren zu vermitteln ist, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden kann.
Warum sollte man Siddharta lesen?
Der besondere Reiz des Romans „Siddhartha“ liegt meiner Meinung nach im Motiv der Suche nach einem Leben in Einklang mit sich und der Welt, welches Siddhartha, obwohl bereits 1922 vollendet, zu einem zeitlosen und universell gültigem Werk macht.