Beiträge von tyrone

    Hallo!


    Eine Liste wird es ja sicher nicht werden und dann will ich diesen Vorurteilen auf die Spur kommen und (was auch sonst) sie widerlegen. Sich seine eigene Meinung bilden ist dann doch wohl alles andere als entsetzlich, oder? :smile:


    Dass Stifter immer langweilig ist, würde ich z.B. nie behaupten, siehe "Die Narrenburg".


    Grüße!

    Hallo!


    Ich bin auf der Suche nach Beurteilungen von Klassikern, die sich über die Jahrhunderte so eingebürgert haben - aber ja nicht unbedingt stimmen müssen.


    So etwas wie: Stifters Texte sind langweilig (im Sinne von wenig spannungsvoll). Kafkas Werk ist unerotisch.


    Wem sagt man z.B. nach, sehr humorlos zu sein?


    Danke und Grüße!

    Hey!

    Zitat von "navigator"

    Ich muß gestehen, bei mir geht es langsamer als gedacht. Mittlerweile bin auf S. 177 angekommen... Wie kommt ihr voran mit Ulrich und seiner Geschichte?


    Auch ich stecke an manchen Tagen regelrecht fest, da höre ich schon nach 1-2 Seiten wieder auf. Hauptgrund dafür ist sicher die Fülle an Gedanken und Reflexionen, die man erst einmal "verarbeiten" muss. Allerdings bin ich "schon" etwas weiter: S.276 :zwinker:


    Zitat von "navigator"


    Ich würde auch gern nochmal die Frage von Waldfee aufgreifen: Wie ist euer bisheriges "Ulrichbild"?


    Mein Bild von Ulrich ist immer noch sehr "schwammig" oder unklar. Wenn ich es mir recht überlege, wird es immer unklarer. Das 66. Kapitel ist wirklich interessant, da Ulrich gegenüber Diotima ein Gespräch mit Arnheim wiedergibt. (Ob es auch so stattgefunden hat, sei jetzt mal dahingestellt.) Passend fand ich ihre Meinung über ihn: "Sie spötteln und sind negativistisch; Sie sind immer auf dem Sprung ins Unmögliche und weichen jeder wirklichen Entscheidung aus!" (S.274)
    Dazu passt ja auch, wie Ulrich zur Parallelaktion gekommen ist, durch reinen Zufall nämlich, nicht durch eigene Entscheidung.
    Was denkt ihr darüber?


    Mich würde auch interessieren, was eure Meinung zum Fall Moosbrugger ist. Anscheinend wird der ja im Romanverlauf immer wichtiger.


    Viele Grüße,
    tyrone

    Hallo waldfee, hallo Peter,


    bin heute vorerst bis zur Seite 60 gekommen und muß schon sagen, daß ich über manche Sätze und Passagen tatsächlich länger nachgedacht habe, z.B. über die aus dem Kapitel über den "geistigen Umsturz". Aber vermöge jenes geheimen Gesetzes , das dem Menschen keine Nachahmung erlaubt, ohne sie mit einer Übertreibung zu verknüpfen, wurde damals alles so kunstgerecht gemacht, wie es die bewunderten Vorbilder niemals zustandegebracht hätten,...


    Ich glaube, diese Zeit ist noch nicht vorbei. Man sehe sich als einen Beleg von wahrscheinlich vielen doch nur einmal die "moderne" Architektur Berlins an.


    Ich bin allerdings ganz froh, daß die einzelnen Kapitel relativ kurz sind. Quasi kompakte Sinneinheiten, immer mit einer Verbindung zu Ulrich. Wirklich grandios finde ich die Beschreibungen der einzelnen Personen: z.B. Bonadea, die nur den einen Fehler hatte, daß sie in einem ganz ungewöhnlichen Maß schon durch den Anblick von Männern erregbar war.
    Um dauerhaft Lust auf den Wälzer zu haben, wünsche ich mir natürlich noch mehr Handlung. :zwinker:


    Mein heutiger Wortschatz-Erweiterungs-Beitrag: zaudern.


    Viele Grüße, tyrone


    P.S.: Von Pynchon gibt es noch zwei andere Fotos. Und wenn es um universale Verschwörungstheorien geht, bin ich immer zu haben. EINEN Lieblingsautor habe ich nicht, aber Pynchons Romane mag ich schon sehr.
    P.P.S: Wie funktioniert das eigentlich mit dem Zitieren aus älteren Beiträgen?

    Hallo,


    ich bin auch neu dabei und werde versuchen immer brav mitzulesen, wollte ich doch den MoE schon so lange mal lesen. Jetzt ist es also soweit.


    Doch bevor ich etwas zur Diskussion beitrage noch eine kleines Fundstück, quasi eine Referenz eines zeitgenössischen Autors an den MoE:
    In Walter Moers`Roman "Rumo" (eben als Taschenbuch erschienen) liest man auf Seite 319 dies:


    "Wie wird das Wetter, Uschan?" fragte man ihn immer wieder, wenn er durch Wolperting ging. Uschan bedeckte dann seine Augen mit der Hand, hielt seine Nase in die Luft, witterte und sagte zum Beispiel: "Über dem Zamonischen Ozean befindet sich ein barometrisches Minimum; es wandert ostwärts, einem über Zamonien lagernden Maximum zu, und es verrät noch nicht die Neigung, diesem nördlich auszuweichen. Die Isothermen und Isotheren tun ihre Schuldigkeit. Die Lufttemperatur steht in einem ordnungsgemäßen Verhältnis zur mittleren Jahrestemperatur, zur Temperatur des kältesten wie des wärmsten Monats und zur aperiodischen monatlichen Temperaturschwankung. Der Wasserdampf in der Luft hat seine höchste Spannkraft, und die Feuchtigkeit der Luft ist gering. Mit anderen Worten: Es wird ein schöner Tag"


    Viele Grüße, tyrone


    PS: Meine ersten Eindrücke dann demnächst.