hallo
ich wollte mal wissen wer von euch den anhalter durch die galaxis gelesen hat und wie er bei euch so ankommt.
also ich halte dieses fünf bände umfassende werk für einen geniestreich. es ist eine humoristische meisterleistung ohne unklarheiten. und wir wissen jetzt warum gott nicht mehr existiert (ich hoffe ich löse damit jetzt keine glaubensdiskusion aus, jeder nach seiner fassong).
ich lese generell alles was mir unter die finger kommt und douglas adams, der kürzlich verstorben ist, hat im humor-genre in meiner liste die nummer 1.
so und wer jetzt frei von sünde ist, der werfe den ersten kiesel.
gruß
alex
Beiträge von der ewige student
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also für mich gibt es nur zwei orte, wo ich genügend ruhe finde:
1. mein bett
2. wie bei holger, das stille örtchen, allerdings nicht nur für die zeitung. klingt zwar etwas ekelig, aber man kann ja zwischenspülen.
in öffentlichen verkehrsmitteln bekomme ich kopfschmerzen.
ich habe allerdings auch schon in der kaffeeteria unserer uni einige bücher verchlungen, die müssen mich dann aber auch zu hundert prozent fesseln.
gruß
alex -
einer der besten filme die ich in letzter zeit gesehen habe, stammt von volker schlöndorff. und zwar ist das der unhold, die verfilmung von michel tourniers "erlkönig". er stammt zwar aus dem jahr 1996 aber dvd machts möglich. ein sehr fesselnder film mit, einem john malkovich in höchstform der hauptrolle. wieder eine gelungene literaturverfilmung von schlöndorff.
welchen film ich leider noch nicht gesehen habe, von dem ich bis jetzt aber nur das beste gehört habe ist durch die wand von fathi akin.
grüße
alex -
also erstens: faust ist nicht in heutigem deutsch geschrieben, denn die deutsche sprache ist kein statisches objekt, sie verändert sich laufend und nicht nur dann wenn gelangweilte politiker eine rechtschreibreform durchführen. es ist zwar so, das goehtes faust wie wir ihn heute lesen etwas editiert ist, generel ist es aber die sprache der klassik.
zweitens: ich finde die idee die mmmp3 hier aufwirft durchaus gut, denn ich glaube gerade goethe würde den faust heut anders schreiben, er war ja z.b. auch ein freund von krafausdrücken, die in der heutigen sprache manigfaltik vorliegen.
drittens: erich fried hat das, was mmmp3 gerne von goehtes faust hätte, mit shakespeare gemacht, nämlich komplett neu übersetzt und zwar in eine sehr verständliche, moderne sprache. und jetzt bloß kein: aber shakespear war doch auf englisch, das weiß ich selber, aber die übersetzung von schlegel und tieck fällt in die gleiche zeit wie goethe, ergo die gleiche sprache. und wer mir sagt das er es genossen hat shakespeare in der schlegel/tieck übersetzung zu lesen, naja, entweder orginal oder fried.
grüße
alex -
also hier eine literaturwissenschaftliche definition nach gero von wilpert "sachwörtebuch der literatur", stuttgart, 1989, s.457.
Klassiker, die Vertreter der->Klassik oder allg. die größten Dichter e. Nation, die in die Weltlit. Hineinragen und deren Werk durch vollendete Gestalt mustergültig sind; in dt. Lit. noch ausgedehnt auf die hervorragenden Dichter des 18.Jh. als Wegbereiter der Klassik, also nebem Goethe und Schiller noch Klopstock, Herder, Wieland und Lessing infolge ihrer gemeinsamen Rückbeziehung auf die Antike. Heute ist der Begriff bes. durch die billigen >K.<-Ausgaben fast aller druckfreien Dichter sehr ungenau geworden und bezeichnet je nach dem Knotext: 1. Autoren der antiken griech. und röm. Lit., - 2. an den antiken Mustern, Themen und Ideen orientierte mod. Autoren, - 3. Autoren der jeweiligen nationalen -> Klassik, - 4. erstrangige mod. Autoren allg. oder - 5. Bahnbrechende, mustergültige Autoren e. Gattung (>K. des Krimminalromas<), und übertragen - 6. mustergültige, wegweisende Künstler anderer Bereiche: K. des Rock, des Stummfilms usw., fälschlich auch auf die Werke selbst.
also streng genommen sind klassiker, goethe und konsorten, also die schriftsteller, die die periode der klassik begründet oder vorbereitet haben. es wird allerdings auch klar, das ein definitionswirrwar herrscht, z.b. ist nicht das todesdatum dafür verantwortlich wann ein klassiker ein klassiker ist. diese 70 jahre, sind vielleicht für verlagsgesellschaften eine grenze, da sie nach dem erreichen dieser grenze richtig absahnen können.
aber generell hat dies ja nichts mit der qualität des werk zu tun. und meiner meinung nach kommt es auf die qualität an, wenn ein buch schon zwei generationen begeistert, dann ist es ein klassiker, z.b. die blechtrommel. auch wenn g.g. noch lebt ist er doch schon ein klassiker. ebenso würde ich frisch, hesse, die manns, brecht, tucholsky und viele andere als klassiker bezeichnen.in der englischen literatuwissenschaft ist der begriff "a classic" auch ehr so definiert. M.H. Abrahams, ein führender amerikanischer literaturwissenschaftler bezeichnet mann, nabokov, proust und andere als classics. weiter muß dazu erwähnt werden, die klassik hatte in anderen ländern auch nicht den stellenwert der ihr in deutschland zuteil wurde, in der englischsprachigen literatur war die neoclassic eine etwas "wage" periode, in welcher auch schriftsteller wie melville, poe, thoreau schriben.
also es ist wie so oft, wenn man sich nicht 100% an die definition hält, wird es eine ansichtssache, wobei mir das gut gefällt, den ich mag autoren wie mann oder hesse lieber als den klassiker goethe.
grüße
alex -
also ich habe das parfüm vor einiger zeit gelesen. klar ist der protagonist nicht gerade die "identifikationsfigur" und die handlung wird gegen ende etwas... naja, aber das buch hat mich sehr gefesselt. ich finde schon, daß die stimmung die aufgebaut wird sehr in den bann ziehen kann. hat was von alten horror-klassikern.
gruß
alex -
hallo zusammen
also mich hat der catcher auch nicht einfangen können. ich habe es damals in der schule lesen müssen und habe es wärend des studiums noch einmal gelesen. und ich finde das buch nicht gut, es sind mir zu viele symbolisch aspekte darin, z.b. holdens red hunting cap, die ringsymbolik usw., die aber zu offensichtlich sind, nicht subtil genug für meinen geschmack. ok das ist natürlich immer geschmackssache. ein schlechtes buch ist es sicherlich nicht. is schließlich salinger und nicht barbara wood.
soviel zu salinger, zu den märchen möchte ich nur oscar wildes märchen empfehlen, einfach schön, was fürs herz.
grüße
alex