"Der Schach von Wuthenow" ist ein weitaus früherers Werk Fontanes. Es ist zweifelfrei gut, aber die besondere Kunst seiner Darstzellung hat er hier, nach meiner Meinung, noch nicht so stark entwickelt. Demgegenüber fand ich "Unwiederbringlich" bei weitem besser, auch wenn es mal wieder die typische Thematik das Autoren behandelt. Nichtsdestotrotz sind natürlich beide lesenswert.
Zu "Vor dem Sturm" kann ich leider nichts Genaues sagen, weil ich es noch nicht gelesen habe. Es ist mit etwa 700 Seiten aber wohl das umfangreichste der genannten Bücher und steht zudem ganz zu Beginn von Fontanes Schaffen.
Beiträge von Fäustchen
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Ich will das Buch nicht mitlesen, denn ich habe es bereits drei Mal genießen dürfen. Deshalb nur meine Meinung, ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Die Charaktere sind von einer von einer gutdurchdachten Tiefe und man kann sich gut in jeden von ihnen hineinversetzen. Sie zeigen verschiedenste Fassaden der Gesellschafts des Dritten Reiches. Des Weiteren habe ich selten, so einen guten letzten Satz in einem Roman gelesen, der alles sagt ohne zu viel zu verraten.
Außerdem brilliert Lenz sprachlich auf jeder Seite, wobei zu den Höhepunkten des Romans sicher die wundervollen Landschaftsbeschreibungen gehören.
Obwohl es sich um hohe Literatur handelt, baut sich eine große Spannung auf, welche mich das Buch kaum aus der Hand hat legen lassen.Viel Spaß beim Lesen