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Aktuelle Leserunden / Re: Clarín: Die Präsidentin
« Letzter Beitrag von thopas am Gestern um 11:32 »
Momentan komme ich leider wieder gar nicht zum Lesen. Da ich das Buch wohl nicht, wie eigentlich geplant, bis Ende September fertig lesen kann, werde ich eine Pause einlegen und dann nach meinem Urlaub weiterlesen. Im Urlaub bin ich viel unterwegs und werde wohl auch nicht ins Internet kommen. Also lasse ich das Buch zuhause und werde dann ab Mitte Oktober weiterlesen. Ich wünsche euch viel Spaß bei der Lektüre  :winken:.
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Aktuelle Leserunden / Re: Clarín: Die Präsidentin
« Letzter Beitrag von finsbury am 19. September 2017, 17:53 »
Ich denke, es ist genau so, wie thopas es schreibt:
Die Mutter nimmt als sicher an, dass ihr Sohn sich das Dienstmädchen für erotische Dienste heranzieht, und kommt gar nicht auf die Idee, dass es anders sein könnte. Deshalb tauscht sie die Mädchen immer nach einer bestimmten Zeit aus, bevor eventuelle schlimme Folgen sichtbar werden könnten.
Übrigens habe ich diese Stelle völlig überlesen.
ich ahber momentan keinen Computer zur Verfügung, schreibe gerade bei jemand anders, melde mich wieder, wenn sich die Lage ändert.
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Aktuelle Leserunden / Re: Clarín: Die Präsidentin
« Letzter Beitrag von thopas am 11. September 2017, 06:57 »
Vermutlich lässt de Pas Mutter immer die jungen, hübschen Kammermädchen neben ihrem Sohn schlafen, damit er eventuelle Bedürfnisse befriedigen kann. Diese (nach ihrer Meinung) nicht mehr jungfräulichen Mädchen verheiratet sie dann irgendwann an jemanden, der stillschweigt. Froilan war wohl amüsiert herauszufinden, dass das Mädchen noch Jungfrau war und de Pas tatsächlich keusch. War wohl eher unüblich damals unter den Priestern.

Eine andere Erklärung fällt mir nicht ein. Evtl. hat finsbury noch eine Idee...
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Aktuelle Leserunden / Re: Clarín: Die Präsidentin
« Letzter Beitrag von Zefira am 10. September 2017, 23:02 »
Es geht um de Pas' Jugend, speziell um eine Episode auf Seite 398. De Pas' Mutter verheiratet das "Kammermädchen" ihres Sohnes, Juana, mit Froilán, dem Geschäftsführer des "Roten Kreuzes", in Wirklichkeit ist er wohl mehr oder weniger nur ein Strohmann der Mutter. Als die Mutter ihm diese Ehe vorschlägt, glaubt Froilán "zu verstehen", "aber er war ein großer Philosoph und hielt sich nicht bei gewissen Äußerlichkeiten auf, die anderen so viel bedeuten".
Dann heißt es aber nach der Hochzeitsnacht:
"Die ist schön reingefallen, die Señora, dachte er und rauchte seine Pfeife. Wenn die wüßte! Aber natürlich verriet er Doña Paula nie das Geheimnis jener Nacht, in der er ganz andere Überraschungen erlebt hatte, als die Señora annahm. (...) Als sie sah, daß er so vergnügt war und ihr nicht das geringste nachtrug, hätte sie für ihr Leben gern eine Frage riskiert, und auch er, höchst zufrieden über den Betrug der Herrin, der zu seinem Vorteil ausgeschlagen war, hätte für sein Leben gern etwas gesagt. Aber beide schwiegen."

Wie deutet ihr diesen Absatz?
Hier fehlen sozusagen die Eckdaten. Normalerweise würde ich die Situation so interpretieren, dass Juana von de Pas verführt, evtl. sogar geschwängert wurde und deshalb dringend verheiratet werden musste, und Froilán hat genau das geahnt. Aber warum genau ist er dann hinterher derart zufrieden? Wenn sich in der Hochzeitsnacht herausgestellt hat, dass das Mädchen noch Jungfrau war, warum hat de Pas' Mutter sie dann überhaupt verheiratet? Hat das Mädchen behauptet, von de Pas verführt worden zu sein, obwohl das nicht der Fall war? Wenn ja, warum?
Vielleicht kommt ja später noch eine Erklärung - vielleicht wiederholt sich die Situation mit der jetzigen Dienerin Teresina. Ich kenne das Buch ja eigentlich schon, kann mich daran aber nicht erinnern.

ps. Ich bin übrigens bei Kapitel 20 angelangt, habe aber eine Woche mit dem Lesen ausgesetzt - ich war verreist und das Buch war mir zu dick und zu schwer zum Mitnehmen ... Jetzt muss ich zusehen, dass ich wieder einsteige.
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Aktuelle Leserunden / Re: Clarín: Die Präsidentin
« Letzter Beitrag von finsbury am 10. September 2017, 17:34 »
So, nun habe ich auch das 15. Kapitel beendet, und es war ganz spannend zu lesen. Was war das denn nun für eine Frage, die du hattest, Zefira?

Ich habe übrigens in der spanischen Wikipedia gelesen, dass das Buch in zwei Teile mit jeweils 15 Kapiteln geteilt ist. Also bedeutet der größere Leerraum doch etwas. Komisch, dass das bei meiner Ausgabe unter den Tisch fällt...
Auf die Frage von dir, @Zafira, bin ich auch gespannt.
Dieser Abstand zwischen den beiden Kapiteln ist durch die längere Zeitfrist, die dazwischen vergeht, erklärbar. Ob man hier gleich ganz teilen muss, weiß ich nicht: Ich finde nicht, dass sich die angelegten Handlungs- und Charakterelemente irgendwie ändern.
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Aktuelle Leserunden / Re: Clarín: Die Präsidentin
« Letzter Beitrag von thopas am 10. September 2017, 15:34 »
So, nun habe ich auch das 15. Kapitel beendet, und es war ganz spannend zu lesen. Was war das denn nun für eine Frage, die du hattest, Zefira?

Ich habe übrigens in der spanischen Wikipedia gelesen, dass das Buch in zwei Teile mit jeweils 15 Kapiteln geteilt ist. Also bedeutet der größere Leerraum doch etwas. Komisch, dass das bei meiner Ausgabe unter den Tisch fällt...
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Aktuelle Leserunden / Re: Clarín: Die Präsidentin
« Letzter Beitrag von thopas am 10. September 2017, 13:18 »
Leider komme ich nicht so schnell voran, wie ich gehofft hatte. Ich habe gerade das 14. Kapitel beendet. Das Umherirren von De Pas fand ich auch sehr atmosphärisch gelungen. Er wirkt wie in einem Fieberanfall.

Ich bin neugierig, wie die Kindheit und Jugend von De Pas war. Seine Mutter scheint eine extrem ehrgeizige und harte Frau zu sein.

Leider wartet wieder eine vollgepackte und anstrengende Arbeitswoche auf mich. Ich werde mir mit dem Buch wohl doch mehr Zeit lassen müssen...
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Aktuelle Leserunden / Re: Clarín: Die Präsidentin
« Letzter Beitrag von finsbury am 10. September 2017, 09:46 »
Puuh ..., inzwischen bin ich im 18. Kapitel. (Zwischendurch bin ich "fremdgegangen", weil es mir zu sehr auf den Wecker ging.)Die letzten beiden Kapitel fand ich ziemlich quälend. Diese ständigen Reflexionen über Anas Seelenzustand, ihre verworrenenen Auffassungen von ihrem Zustand und die manipulativen Eingriffe des Generalvikars, das hätte gerne eine Kürzung um die Hälfte erfahren dürfen, ohne der Qualität zu schaden bzw. um sie zu erhöhen.

Das 18. Kapitel lässt sich aber wieder gut lesen. Hier steht ein weiteres Mal Claríns Stärke im Vordergrund: die Schilderung Vetustas im Winter, respektive in der Regenzeit. Das gelingt ihm sehr intensiv. Man meint förmlich die Tropfen zu hören, den Dreck auf den Straßen zu spüren, die Trostlosigkeit der alten schmutzigen Gassen und folgt gerne Frígilis und Quintanar in die nassen Marschen am Meer.
Insbesondere Frigílis kann ich gut leiden, obwohl er wenig einfühlsam gegenüber Ana ist. Aber bei so einer empfindlichen Pflanze würde ich mich auch lieber im Park rumtreiben und Bäume beschneiden. Inzwischen beginne ich geradezu auf die Affaire mit Don Alvaro zu hoffen, damit diese scheinfrommen Dialoge mit dem Kirchenmann aufhören.
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Rund ums Buch / Re: Neue Bücher, Buchtipps und Bücherlisten
« Letzter Beitrag von Zefira am 10. September 2017, 02:19 »
Ganz herzlichen Dank für den Hinweis auf Christina Stead. Ich habe mir das Buch für wenig Geld bei A..on Marketplace gekauft und bin total begeistert. Vieles darin erinnert mich an Donna Tartts "Der kleine Freund", die eingehende Schilderung der Familienverhältnisse vor dem Hintergrund der Südstaatenatmosphäre. Es ist schwer, in diesem Chaos an tiefster Gehässigkeit von allen Seiten irgendwie Position zu beziehen, aber gerade das trägt zu dem Lesereiz bei. Für mich bisher das beste Buch des Jahres.
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Klassische Autoren und Werke / Re: Virginia Woolf - Mrs. Dalloway
« Letzter Beitrag von BigBen am 7. September 2017, 15:39 »
Der Thread erinnert mich, dass ich endlich mal "Die Stunden" lesen sollte.



Habe ich mittlerweile gelesen. Und fand es zu schwermütig. Kann ich nicht wirklich weiterempfehlen.
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