Klassikerforum

Gast


Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 3 ... 10
1
Aktuelle Leserunden / Re: Jakob Wassermann: Caspar Hauser
« Letzter Beitrag von Volker am Heute um 21:05 »
Schoen dass wir einig sind. In EINEM Punkt aber offenbar doch nicht(?). Ich fand die Stelle - die ich leider nicht wiederfinde - beim Lesen geradezu  modern geschrieben. Er erklärt und erlaeutert ja nichts, sondern schreibt ganz sachlich, was war.
Was mir danach besonderen Eindruck gemacht hat, ist die Schilderung der zwei Sellen in Quandts Brust. Das Kapitel - und andere - widerlegt m.E. auch die ziemlich negative Sicht von M. Reich- Ranicki auf Wassermann, der durchaus ueber Humor und Ironie verfuegt. Man muss dazu allerdings etwas zwischen den Zeilen lesen. 
2
Aktuelle Leserunden / Re: Jakob Wassermann: Caspar Hauser
« Letzter Beitrag von finsbury am Heute um 19:48 »
Ich stimme dir durchaus zu, @Volker, dass das eine Schlüsselstelle ist und interpretiere sie auch genauso wie du. Sie wirkt sprachlich eben nur so, wie die Romantiker geschrieben haben, und 100 Jahre später ist das halt  epigonal und anders, als Wassermann sonst hier schreibt. Aber der Vergleich mit Jean Paul birgt eben genau auch die Qualität des Ereignisses, die du oben ansprichst: Kaspar befindet sich hier in einem tiefen Erkenntnisprozess, das meinte ich mit der All-Anspielung.

Bin kaum weiter gekommen, jetzt im Kapitel: "Joseph und seine Brüder".
3
Rund ums Buch / Re: was tun gegen Bücher mit Kellergeruch?
« Letzter Beitrag von finsbury am Heute um 19:39 »
Tolle Tipps, danke, probier ich auch mal bei meinen alten Schätzen.
4
Rund ums Buch / Re: was tun gegen Bücher mit Kellergeruch?
« Letzter Beitrag von Zefira am Heute um 11:33 »
In einem Fernsehquiz, das ich zufällig geguckt habe, ist die Entmüffelfrage kürzlich aufgetaucht. Da wurde empfohlen, das Buch einfach eine Zeitlang zusammen mit einem (offenen) Näpfchen mit Backpulver in einen Container zu packen.
5
Aktuelle Leserunden / Re: Jakob Wassermann: Caspar Hauser
« Letzter Beitrag von Volker am Gestern um 23:56 »
nochmal ich, Entschuldigung. Die oben beschriebene Stelle markiert m.E. tatsaechlich einen Wendepunkt: Caspar hat gemerkt, (ohne dass Wassermann das deutlich schreibt), dass aus mit ihm und dem Grafen und der weiten Welt nix wird. Nach dem Ausflug, bei dem er sich (etwas) Klarheit ueber seine Gefuehle und seine Stellung in der Welt veschafft hat, gibt er dem Grafen ohne Erklaerung den Ring zurueck (auch diese Stelle kann ich nicht wiederfinden, verflucht) und laesst sich letztlich (aeusserlich) widerspruchslos nach Ansbach verfrachten.
6
Aktuelle Leserunden / Re: Jakob Wassermann: Caspar Hauser
« Letzter Beitrag von Volker am Gestern um 23:04 »
Weil ich vor dem offiziellen Start schon etwas (geschummelt) voraus- gelesen hatte (ich waere sonst fuer Euch vermutlich zu langsam), beginne ich jetzt mit dem Kapitel Schildknecht. Bisher hatte ich, da meine Gedanken weitgehend mit den Euren parallel liefen, nicht das Beduerfnis, irgndetwas anzumerken. Jetzt erregt aber Finsburys Bemerkung ueber das Verschwinden Caspars vor der Fahr nach Ansbach meinen Widerspruchsgeist. Gerade diese Passage, die ich eben eine halbe Stunde gesucht, aber nciht wiedergefunden habe, finde ich besonders gelungen. Wie geschrieben, ich kann sie nicht wiederfinden, aber fuer mich ist es eine Schluesselstelle. Ich lese sie so: Caspar entfernt sich an diesem Wendepunkt aus allen Zwaengen und geht so weit in seinem Leben zurueck, wie es ihm moeglich ist, naemlich in den Turm in Nuernberg. Es ist eine Selbstvergewisserung. Die Begegnung mit den Kindern des Waechters laesst ihn ahnen, wie es haette sein koennen, wenn er unter "normalen" Umstaenden aufgewachsen und sich haette Entwickeln koennen. Dann der Gang in den Wald (denkt mal an Eichendorf) und die "Anbetung" des Baumes: Oh Baum....Das Ganze ist ja die erste wirklich selbstaendige Handlungsfolge. "Grosse" daran finde ich ausserdem, dass Wassermann nur die Tatsachen beschreibt, ohne zu psychologisieren und zu interpretieren als da waere: Caspar fasste einen Entschluss: Ich muss einen Weg finden, mir ueber mich klar zu werden....). Nach meiner Ennerung wird der ganze Ablauf von jemand anderem referiert (Im Briefkapitel?). Kommt die Stelle, wo der Buergermeister (?) schreibt, dass Caspar "Haltung" gezeigt habe, nach dieser Passage? Jedenfalls hat Caspar danach einen gefestigten Charakter, waehrend er vorher im Wesentlichen Objekt war. So etwa sehe ich das jedenfalls.     
7
Rund ums Buch / Re: was tun gegen Bücher mit Kellergeruch?
« Letzter Beitrag von GinaLeseratte am Gestern um 22:52 »
Es gibt verschiedene Methoden, um Gerüche, auch Kellermief, aus Büchern zu kriegen. Das klappt nicht immer vollständig, aber deutlich verringern kann man den Geruch auf jeden Fall. Teilweise habe ich die Methoden erfolgreich ausprobiert.

Ein ziemlich feucht müffelndes Buch habe ich in einen Gefrierbeutel getan, den Beutel verschlossen und einen Tag lang ins Gefrierfach gelegt. Nach dem Rausholen habe ich das Buch sofort aus dem Beutel genommen und aufgeschlagen hingelegt. Der Geruch war nicht ganz weg, aber nicht mehr aufdringlich. Das Buch blieb noch einige Zeit offen liegen, jetzt riecht es nur noch angenehm nach altem Buch. Man kann das Buch auch in Zeitungspapier (älteres, damit nichts färbt) eingepacken, mit Klebestreifen verschließen und in den Gefrierbeutel stecken. Wichtig ist, dass man das Buch nach dem Rausholen sofort auspackt.

Ein so in Zeitungspapier eingepacktes Buch (ohne Plastikbeutel) kann man auch für mehrere Wochen in Katzenstreu legen (Buch komplett mit Streu bedecken).

Eine gute und oft erfolgreiche Methode ist die Verwendung von Natron: Man füllt 2 EL Natron in eine Papiertüte, legt das Buch hinein und bindet die Tüte mit einer Schnur zu. Ca. eine Woche an einen trockenen Ort legen. Nach dem Rausholen kann man das Natron vom Buch pusten, falls nötig.
8
Rund ums Buch / Re: was tun gegen Bücher mit Kellergeruch?
« Letzter Beitrag von finsbury am Gestern um 19:19 »
Gerade habe ich sie in der Waschmitteltrommel versenkt. Bin mal gespannt, ob das hilft. :-)

 :rollen:
Was ist das denn? Die Trommel der Waschmaschine oder ein Behälter für Waschmittel?

Übrigens: Kellergeruch geht nie ganz raus meiner Erfahrung nach, weder aus Büchern noch aus anderen Gegenständen. Wir hatten vor langer Zeit einen Römertopf aus einer Haushaltsauflösung bekommen, der im Keller gestanden hatte. Trotz monatelangen Lüftens, Einweichen in Essigwasser, Kochen in Salzwasser und der Zubereitung von Speisen: Der Geruch ist nie ganz rausgegangen, wird aber wenigstens nicht an die Speisen weitergegeben. Wie sollte das dann bei Büchern gehen, die man ja nicht kochen oder wässern kann?
Aber Rauch geht irgendwann raus. Ich habe noch einige Taschenbücher aus den 50und 60ern, als meine beiden Eltern noch Raucher waren: Die sind zwar sehr vergilbt, aber riechen nur noch nach altem Buch.
Viel Erfolg bei deinen Schätzen!
9
Rund ums Buch / Re: was tun gegen Bücher mit Kellergeruch?
« Letzter Beitrag von JHNewman am Gestern um 18:48 »
Diesen Strang habe ich gerade durch Zufall entdeckt. Das versuche ich jetzt auch mal. Ich habe ein paar Bücher online antiquarisch gekauft, die auch Raucherhaushalten kommen und stark nach Qualm stinken. Gerade habe ich sie in der Waschmitteltrommel versenkt. Bin mal gespannt, ob das hilft. :-)
10
Rund ums Buch / Re: Bulgakow Meister und Margarita
« Letzter Beitrag von JHNewman am Gestern um 17:50 »
Hallo Minna,
ich habe drei Bände aus der Werkausgabe von Volk & Welt. Der Meister ist von Thomas Reschke übersetzt. Diese Ausgabe gefällt mir ausgesprochen gut, dunkelblaues Leinen... Allerdings sind nicht alle Bände der  Volk & Welt-Ausgabe von Reschke übersetzt. Mein Lieblingsbuch von Bulgakow ist ja nach wie vor 'Die weiße Garde'. Ich habe auch einige Bulgakow-Bände von Alexander Nitzberg: 'Das hündische Herz' und 'Die verrückten Eier', sowie auch einen Band mit Briefen und Tagebuchauszügen 'Ich bin zum Schweigen verdammt', den die beiden Reschkes übersetzt und herausgegeben haben.
Seiten: [1] 2 3 ... 10

Weblinks

Facebook

Internes

Impressum & Kontakt Datenschutzerklärung