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Autor Thema: Ich verwandele mich in einen Lesemuffel  (Gelesen 4403 mal)

Offline Dostoevskij

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Re: Ich verwandele mich in einen Lesemuffel
« Antwort #15 am: 4. Januar 2015, 07:56 »
Moin, Moin!

schließlich war 2014 wohl mein bisher schlimmstes literarisches Lesemuffeljahr.

Wem sagst du das. Und dann wird mir hier eingeredet, daß meine 73 gelesenen Bücher doch gar nicht so unstattlich daherkommen... Ich bitte euch: 73 Bücher, das ist in meinen Augen knapp am Analfabeten vorbeigeschrammt. Das ist nichts, wenn man bedenkt, daß es nur 50 dessen ist, was ich früher las. Rückgang ist Niedergang, ist Verlust, über den man zu Recht empört sein sollte.

Ich hätte nicht übel Lust, einfach um es zu beweisen, mal ein Jahr lang nur zu lesen. So als Trotzreaktion. :breitgrins:
Keep reading, Markus Kolbeck
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Offline JHNewman

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Re: Ich verwandele mich in einen Lesemuffel
« Antwort #16 am: 4. Januar 2015, 12:43 »
Wem sagst du das. Und dann wird mir hier eingeredet, daß meine 73 gelesenen Bücher doch gar nicht so unstattlich daherkommen... Ich bitte euch: 73 Bücher, das ist in meinen Augen knapp am Analfabeten vorbeigeschrammt.

Neee, erst wenn es 73 Pixi-Bücher sind.  :zwinker:

Offline Evelyne Marti

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Re: Ich verwandele mich in einen Lesemuffel
« Antwort #17 am: 5. Januar 2015, 08:39 »
Neee, erst wenn es 73 Pixi-Bücher sind.  :zwinker:

Das ist immer noch zu viel. Ein heutiger Nichtleser liest wirklich nur noch die Anweisungen von Games und dergleichen.  :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:
LG  Evelyne

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Offline Alice

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Re: Ich verwandele mich in einen Lesemuffel
« Antwort #18 am: 17. Mai 2015, 22:59 »
Mhm... ich habe meine Bücher nie gezählt... aber wenn ich das hier lese, bin ich vermutlich auch Analphabetin!  :zwinker:
Ich habe eine ganze Zeit lang kaum gelesen, eher Hörbücher gehört und da auch nichts zu anspruchsvolles. Das lag hauptsächlich an meiner langweiligen Arbeit und meiner uninspirierten, nicht lesenden Umgebung. Ich konnte die Arbeit und die Euphorie nach der Lektüre von großartiger Literatur einfach nicht vereinbaren. Dann wäre ich glaube ich, einfach nicht mehr arbeiten gegangen. :breitgrins:
Aber inzwischen stürze ich mich wieder auf Bücher und lese so viel wie noch nie. Und ich merke auch wie sehr es mir gefehlt hatte. Also vielleicht ist eine Pause, ob länger oder kürzer, gar keine schlechte Idee.  :smile:
Viele Grüße,
Alice

Offline Friedrich-Arthur

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Re: Ich verwandele mich in einen Lesemuffel
« Antwort #19 am: 16. November 2017, 22:15 »
Au man, ich las gerade meinen Beitrag von 2014. Ich wusste dann aber noch nicht, dass es noch schlimmer kommen sollte. 2014 wahr wohl nicht nur nahe an Burnout, sondern erster kleiner Hirnschlag. Mit einem zweiten und Krebs Anfang 2017. Aber im Krankenhaus begann das Lesen und hat sich stabilisiert, je nach verfügbarer Zeit und Muße... Viel Geistiges hat sich eingeschlichen, wie Schamanismus, Mystik, Mythologie, energetisches Heilen, Bücher über Gehirn und Lernen, Gesundheit... Sehr eigenwillig, als ob es einen ganzen Rutsch hin zu geistig-spirituell-seelischem Lesestoff gab. Seitdem bin ich ein noch Suchender geworden (etwas war ich dies schon immer). Aber ich erlebe das Lesen zur Zeit als eine Art Meditieren und Mich-Finden. Der Nachtschrank liegt gestapelt voll und am Liebsten würde ich in mehreren Büchern gleichzeitig lesen. Die Moral von der Geschichte: es gibt auch beim Lesen Höhen und Tiefen, Auf und Ab, Suchen und Finden, wie bei allem im Leben. Wichtig ist nur, die Liebe zu Büchern nie ganz abreißen zu lassen. Also auch mal Lesemuffelperioden zulassen und sich dabei entspannen. Einfach treiben lassen. Das Gesetz der Anziehung wirken lassen und nur keine negativen Emotionen und Gefühle, wie dem der Schuld, aufkommen lassen.
Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.

Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

Offline JMaria

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Re: Ich verwandele mich in einen Lesemuffel
« Antwort #20 am: 1. Dezember 2017, 10:02 »
Hallo Friedrich-Arthur,

du hast vollkommen recht. Ich seh das auch seit kurzem entspannter, dass ich nicht mehr so viel lesen kann und oft unkonzentriert bin. Ich lass mich dann gerne  treiben und von den Bücher führen. Manchmal ergibt das eine überraschende Leseerfahrung. Das kann sehr spannend sein!

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute! Viele schöne Lesestunden!

Gruß, Maria
In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

 

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