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Autor Thema: Lese-Fundstück  (Gelesen 54927 mal)

Offline Dostoevskij

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Lese-Fundstück
« am: 21. Februar 2004, 11:23 »
[...]
« Letzte Änderung: 29. Januar 2010, 10:09 von Dostoevskij »
Keep reading, Markus Kolbeck
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adia

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Lese-Fundstück
« Antwort #1 am: 4. März 2004, 14:24 »
Hallo Dostoevskij,
liest Du den Thelen zur Zeit? Wie ist denn Dein Eindruck, ist  es ein lesenswertes Buch? Eine zeitlang lag die Neuausgabe zumindest hier in bonn in der Auslage jeder Buchhandlung, und ich habe mir ernshaft überlegt, sie zu kaufen, letztendlich war sie mir zu teuer, da ich von dem Autor bisher nur wenig gehört hatte.
Würdest Du mir die Anschaffung dennoch empfehlen?
lg, adia

Offline Sir Thomas

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Re: Lese-Fundstück
« Antwort #2 am: 27. Dezember 2008, 12:40 »
Henri- Frederic Blanc: Im Reich des Schlafes

Hallo Dostoevskij,

was ist denn das für ein interessantes Buch? Ich kann auf die Schnelle leider nichts darüber finden (keine amazon-Rezensionen, kein wikipedia-Eintrag). Könntest Du einige Zeilen dazu schreiben?

Vielen Dank und viele Grüße!

Tom

Offline Sir Thomas

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Re: Lese-Fundstück
« Antwort #3 am: 27. Dezember 2008, 15:52 »
Ein richtiges Kleinod, das fröhlich stimmt, gerade recht für Wortverrückte und Traumfanatiker (Journal du Dimanche)

Merci bien, Monsieur!

Viele Grüße

Tom

Offline Knabe

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Re: Lese-Fundstück
« Antwort #4 am: 30. Dezember 2008, 22:38 »
Moin, Moin!

Vielleicht (...) ist Bücherlesen das Opium für die Gebildeten.  (Philip Roth: Professor der Begierde, S. 122f.)
"Nein, ich nehme keine Drogen, ich nehme Bücher zu mir."  (Ingeborg Bachmann: "Malina")

Gronauer

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Re: Lese-Fundstück
« Antwort #5 am: 12. März 2009, 08:57 »
Was hätte Schopenhauer da in dem Bestiarium der heutigen Astronomie für einen Stoff gefunden: Braune , rote und weiße Zwerge; Rote Riesen; Überriesen, die als alles überstrahlende Supernovae vergehen; Zwerge, die sich in Nebel hüllen; Schwergewichte, die den Raum krümmen...

Offline litfink

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Re: Lese-Fundstück
« Antwort #6 am: 29. März 2009, 17:18 »
Mich begeistert, was Robert Walser in 'Die Kneipe' [ VIII 126 ] schreibt, wie er das gewisse Etwas bringt   -
Da saß aber noch eine Frau, die sozusagen betrunken war, die einen Körper von auffallendem Umfang besaß, den sie aber so schnell hin und her warf, dass man glauben möchte, es sei alles an ihr Gummi.
Eine Folge konsequenter Augenblicke ist immer eine Art von Ewigkeit selbst.

Offline klassikfreund

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Re: Lese-Fundstück
« Antwort #7 am: 2. April 2009, 09:52 »
Ein bibliomanes Fundstück:

"Die Dauer meines Lebens kenne ich nicht, der Umfang dieses Buches beträgt jedoch fünfhundert Seiten; beides lässt sich nicht miteinander vereinbaren."

Aus den Tagebüchern von Sándor Márai.

Gruß, Thomas

Offline sandhofer

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Re: Lese-Fundstück
« Antwort #8 am: 10. September 2009, 19:20 »
Virginia Woolf hat einmal versucht zu unterscheiden [...]

*seufz* Das sind so diese Zitate ... Einerseits will man zustimmen, um eine halbe Sekunde später entrüstet den Kopf über den Unsinn zu schütteln, den da ein Autor / eine Autorin wieder von sich gegeben hat. Dann realisiert man, dass man den Zusammenhang haben müsste aus dem das Zitat stammt, und dass den wohl schon Manguel nicht mehr gehabt hat ...
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Offline Sir Thomas

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Re: Zweckgerichtetes und zweckfreies Lesen
« Antwort #9 am: 11. September 2009, 08:30 »
Alberto Manguel: Die Bibliothek bei Nacht

Aha, etwas Neues von Alberto M.! Seine "Geschichte des Lesens" und "Tagebuch eines Lesers" haben mir gut gefallen, wenn sie auch manchmal etwas arg geschwätzig daherkamen. Lohnt sich "Die Bibliothek bei Nacht"? Oder bewegt Manguel sich jetzt endgültig auf den Pfaden seines großen Vorbilds Borges?

Viele Grüße

Tom

Offline sandhofer

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Re: Lese-Fundstück
« Antwort #10 am: 11. September 2009, 09:04 »
Lohnt sich "Die Bibliothek bei Nacht"? Oder bewegt Manguel sich jetzt endgültig auf den Pfaden seines großen Vorbilds Borges?

Diese Bemerkung/Frage musst mir jetzt erklären  :zwinker: . Borges hat ein paar sehr schöne phantastische Kurzgeschichten geschrieben, von denen noch Paul Auster in seiner New York Trilogy schamlos abgekupfert hat. Manguel hingegen hat m.W. bisher nur den bibliomanen Sektor bedient. Für mich würde sich die Frage allenfalls umgekehrt stellen: Hat sich Manguel endlich von seinem bibliomanen Muster gelöst? Da er aber offenbar weiterhin bibliomane Zitate bringt, vermute ich, dass nicht. Und dann lohnt sich eine Lektüre - für mich! - nicht.
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Offline Sir Thomas

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Re: Lese-Fundstück
« Antwort #11 am: 11. September 2009, 10:19 »
Manguel hingegen hat m.W. bisher nur den bibliomanen Sektor bedient.

Das stimmt nicht ganz. "Stevenson unter Palmen" - eine phantastische und durchaus gelungene Geschichte - war Manguels Versuch, sich davon ein wenig zu lösen. Ich stimme Dir zu, dass man sich ein drittes "bibliomanes" Buch (und um ein solches scheint es sich zu handeln) nicht unbedingt antun muss.

LG

Tom

scardanelli

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Re: Lese-Fundstück
« Antwort #12 am: 11. September 2009, 18:38 »
... vielleicht passt dieses Lesefundstück zum 11. September ...
Elias Canetti hat in seinem Hauptwerk "Masse und Macht" ein Kapitel "Der Islam als Kriegsreligion", in dem er über die Sure nachdenkt, in der die Anweisung steht, die Ungläubigen zu bekämpfen...
... eine "Religion", die diese Interpretationsmöglichkeit offen lässt, charakterisiert sich selbst als inhuman und verwerflich...

Offline Stoerte

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Re: Lese-Fundstück
« Antwort #13 am: 12. September 2009, 14:04 »
Ein ganz ganz tiefer Geedanke! Die Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen stürzen den Leser nachgerade in einen Abgrund.

Aber ernsthaft, noch nie was von Heidenmissionierung, Judenmissionierung oder Hexenverbrennung gehört? Ich gehe stark davon aus, dass andere Religionen ebenfalls eine derartige Interpretation zulassen.
« Letzte Änderung: 12. September 2009, 14:33 von Stoerte »

Offline finsbury

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Re: Lese-Fundstück
« Antwort #14 am: 12. September 2009, 18:00 »
Aber ernsthaft, noch nie was von Heidenmissionierung, Judenmissionierung oder Hexenverbrennung gehört? Ich gehe stark davon aus, dass andere Religionen ebenfalls eine derartige Interpretation zulassen.

D'accord!

finsbury
Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene
Meer in uns. (Kafka)

 

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