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Autor Thema: Murillo  (Gelesen 2345 mal)

Offline montaigne

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Murillo
« am: 28. Juli 2012, 21:00 »
Der andalusische Barockmaler Bartolomé Esteban Perez Murillo (01.01.1618 – 03.04.1682) wurde zunächst durch Stiche nach Raffael, Rubens und Caravaggio beeinflusst.  Um 1650 änderte sich sein Stil durch den Einfluss von Velázquez, den er in Madrid traf und das Studium der Gemälde von Tizian, Rubens und van Dyck in den königlichen Gemäldesammlungen. 1660 gründete er die Akademie der schönen Künste in Sevilla und wurde ihr Präsident.  Sein Werk teilt sich in Religiöse Kunst (vor allem Marienbilder) und Genremalerei (vor allem Szenen aus dem Milieu seiner Geburtsstadt Sevilla mit Straßen- und Bettelkindern).   Neben Velázquez gilt er als volkstümlicher Maler in Spaniens Siglo de Oro. Während man wahrscheinlich in Spanien kein bedeutendes Kunstmuseum findet, in dem er nicht vertreten ist, ist er in Deutschland wenig bekannt und auch in nur wenigen Museen zu finden.

Eine Ausnahme bilden da die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden:

http://en.wikipedia.org/wiki/File:Bartolom%C3%A9_Esteban_Perez_Murillo_019.jpg

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bartolom%C3%A9_Esteban_Perez_Murillo_009.jpg&filetimestamp=20050520070958

und die Alte Pinakothek in München:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bartolom%C3%A9_Esteban_Perez_Murillo_010.jpg&filetimestamp=20100608113921

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bartolom%C3%A9_Esteban_Perez_Murillo_013.jpg&filetimestamp=20050520071029

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bartolom%C3%A9_Esteban_Perez_Murillo_004.jpg&filetimestamp=20050520070900

Offline montaigne

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Murillo In Fontanes Roman „L’Adultera“
« Antwort #1 am: 28. Juli 2012, 21:04 »
Im  5. Kapitel  seines Romans L’Adultera” läßt Fontane Kommerzienrat van der Straaten über Murillos Madonnenbilder referieren:

Ich mache mir nicht viel aus Spanien, aber um zweierlei beneid' ich es: um seine Zwiebeln und um seinen Murillo.«
»Überrascht mich«, sagte Gabler. »Und am meisten überrascht mich die dir entschlüpfte Murillo-, will also sagen Madonnenbewundrung.«
»Nicht entschlüpft, Arnold, nicht entschlüpft. Ich unterscheide nämlich, wie du wissen solltest, kalte und warme Madonnen. Die kalten sind mir allerdings verhaßt, aber die warmen hab' ich desto lieber. A la bonne heure, die berauschen mich, und ich fühl' es in allen Fingerspitzen, als ob es elfer Rheinwein wäre. Und zu diesen glühenden und sprühenden zähl' ich all diese spanischen Immaculatas und Concepciones, wo die Mutter Gottes auf einer Mondsichel steht, und um ihr dunkles Gewand her leuchten goldene Wolken und Engelsköpfe.


Das folgende Gemälde aus dem Madrider Prado zeigt, dass der Kommerzienrat Murillos Madonnen sehr gut beschreibt:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bartolom%C3%A9_Esteban_Perez_Murillo_021.jpg&filetimestamp=20100608122554

Offline Friedrich-Arthur

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Antw:Murillo
« Antwort #2 am: 28. August 2012, 00:01 »
Danke, mir bisher weniger bekannt. Aber tolle Kinderdarstellungen und Atmosphäre in den Bildern. Ich werde mich mal schlau machen über Murillo...
Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.

Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

 

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