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Nicht kanonisch, modern, Generelles / Re: Was lest ihr gerade?
« Letzter Beitrag von JMaria am Gestern um 12:43 »
Hallo JHNewman,

noch zum Schluss von „Unter der Drachenwand“ meine Gedanken.

Zitat
Dann frage ich mich natürlich beim letzten Kapitel angeht: ist auch das Fiktion oder Fakt?


Das fragte ich mich auch. Ich stell mir vor, dass Arno Geiger um faktische Namen (vielleicht gibt es ja tatsächlich z.b. diese Grabstätte...) eine fiktive Geschichte umrankte.

Vielleicht weit hergeholt.... aber ich möchte damit sagen, dass dieser Dreh nochmals die Phantasie des Lesers anregt und auch etwas die Seele tröstet.

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Buchvorschläge / Re: Don Quijote von Cervantes
« Letzter Beitrag von Volker am 17. Februar 2018, 18:42 »
Vielen Dank. Das hatte ich uebersehen und die Kalenderfunktion hatte ich auch noch gar nicht ausprobiert....
Ich weiss nicht so recht, ob das, was ich jetzt schreibe, HIER am Platze ist?: Ich habe mir inzwischen das kleine Baendchen "Meerfahrt mit Don Quijote" von Thomas Mann (1934) besorgt (antiquarisch, Insel, urspruenglich Fischer) und fand es sehr interessant. Seine (Th. Ms) Gedanken sind auch in dem Nachwort von Fritz Martini verarbeitet, das in der Ausgabe von dtv-Klassik, 5. Auflage 1987, Uebersetzung Braunfels, Illustrationen Grandville, abgedruckt ist.
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Klassiker als Hörbuch / Re: Kostenlose Hörbuch Downloads
« Letzter Beitrag von JMaria am 17. Februar 2018, 10:46 »
Der Schneesturm
Puschkin
gelesen von Jens Wawrczeck
https://www.br.de/mediathek/podcast/radiotexte/alexander-puschkin-der-schneesturm/245964

Außerdem der 1. Teil von Thomas Bernhard "Städtebeschimpfungen"
Es lesen Peter Simonischek und Michael König
https://www.br.de/mediathek/podcast/radiotexte/thomas-bernhard-staedtebeschimpfungen-1-3/232018


Hörstück über
Arthur Rimbauds Reisen
Semelles de vent
Von Bruno Letort
http://www.deutschlandfunkkultur.de/hoerstueck-ueber-arthur-rimbauds-reisen-semelles-de-vent.1022.de.html?dram:article_id=402092


Gedichte und ihre Geschichte:
Paul Fleming, "Wie er wolle geküsset seyn"
https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/am-samstagnachmittag/paul-fleming-wie-er-wolle-gekuesset-seyn-halb-gebissen-halb-gehaucht/-/id=10710046/did=21170098/nid=10710046/1fq9tga/index.html

«Bitzius» von Beat Sterchi
über den Dichter Jeremias Gotthelf
https://www.srf.ch/sendungen/hoerspiel/bitzius-von-beat-sterchi

Geronimo
Leon de Winter
kann man nun vollständig runterladen:
https://www.ndr.de/info/podcast4366.html
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Nicht kanonisch, modern, Generelles / Re: Was lest ihr gerade?
« Letzter Beitrag von klassikfreund am 16. Februar 2018, 08:55 »
Wenn man jetzt auch noch bedenkt, dass wir den gleichen Vornamen tragen, sind das schon ziemlich viele Gemeinsamkeiten.  :zwinker:

Erschreckend. Und ich dachte, ich sei einmalig.  :breitgrins:
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Nicht kanonisch, modern, Generelles / Re: Was lest ihr gerade?
« Letzter Beitrag von JHNewman am 15. Februar 2018, 14:20 »
Zu Twardoch gibt es hier eine hymnische Rezension von Martin Ebel im Tagesanzeiger. Alles wahr! :-)https://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Der-aufregendste-Schriftsteller-Polens/story/12559373
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Klassische Autoren und Werke / Re: Jakob Wassermann: Christian Wahnschaffe I und II
« Letzter Beitrag von Zefira am 14. Februar 2018, 15:06 »
Ruth, die eine großartige Gefährtin für Christian hätte werden können (und umgekehrt er für sie), darf leider nicht am Leben bleiben. Sie wird auf grässliche Weise ermordet; ein alsbald festgenommener halb schwachsinniger junger Mann gesteht die Tat. Christian, der tief um das Mädchen trauert, hält das Geständnis für falsch und sucht selbst nach dem Täter - nicht, um ihn der irdischen Gerechtigkeit zu überantworten, diese ist ihm ziemlich egal, sondern um den Mörder kennen zu lernen und seine Motive zu erfahren.
Der Leser ahnt weit früher als Christian, wer der wahre Täter ist. Die letzten Kapitel ächzen unter der Wucht der Symbolik - wie wohl immer bei Wassermann -, aber sein dramatisches Gespür ist großartig, es hätte in phantastischer Film daraus werden können. (Es gibt eine Verfilmung aus dem Jahr 1921, aber der Inhaltsangabe nach zu schließen, wurde der Inhalt stark verändert; insbesondere die Rolle der Perlenkette, die eigentlich Christians Mutter gehört und die er nur ausgeliehen hat.)

Interessant ist, dass auch Christians früheres Umfeld, die Welt der Schönen und Reichen, im Lauf des Romans eine wahre Talfahrt durchmacht. Wenn man sieht, wie sich dieser Kreis entwickelt, kann man Christian nur dazu gratulieren, dass er sich rechtzeitig daraus gelöst hat. Viele seiner alten Bekannten verspielen und verjubeln ihr Vermögen und nehmen kein gutes Ende. Christians Schwester, der gealterte Crammon und dessen Verwandte zeigen sogar Züge beginnender Verblödung.
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Nicht kanonisch, modern, Generelles / Re: Preis der Leipziger Buchmesse 2018
« Letzter Beitrag von JHNewman am 14. Februar 2018, 08:37 »
Gestern ging über die Ticker, dass Esther Kinsky für ihren Roman 'Hain' den diesjährigen Düsseldorfer Literaturpreis erhält.
https://www.boersenblatt.net/artikel-esther_kinsky_erhaelt_duesseldorfer_literaturpreis_2018.1430855.html
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Nicht kanonisch, modern, Generelles / Re: Was lest ihr gerade?
« Letzter Beitrag von JHNewman am 14. Februar 2018, 08:36 »
Hallo,

auch ich habe mir gestern Andreas Maier "Die Universität" gekauft. Auch ich verschlinge all seine Bände. Auch ich bedaure die Kürze. Aber irgendwie mag ich das auch. Und auch ich gehöre fast dem gleichen Jahrgang wie Maier an.

Gruß, Thomas

Wenn man jetzt auch noch bedenkt, dass wir den gleichen Vornamen tragen, sind das schon ziemlich viele Gemeinsamkeiten.  :zwinker:
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Nicht kanonisch, modern, Generelles / Re: Was lest ihr gerade?
« Letzter Beitrag von klassikfreund am 13. Februar 2018, 12:48 »
Hallo,

auch ich habe mir gestern Andreas Maier "Die Universität" gekauft. Auch ich verschlinge all seine Bände. Auch ich bedaure die Kürze. Aber irgendwie mag ich das auch. Und auch ich gehöre fast dem gleichen Jahrgang wie Maier an.

Gruß, Thomas
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Nicht kanonisch, modern, Generelles / Re: Was lest ihr gerade?
« Letzter Beitrag von JHNewman am 13. Februar 2018, 09:27 »
Ich möchte Euch noch auf zwei Bücher hinweisen, die ich letzte Woche gelesen habe:

Szczepan Twardoch, Der Boxer

Twardoch ist eine der wichtigsten Stimmen der jungen polnischen Literatur. Es ist zwar blöd, wenn man sagt: er wird mit jedem Buch noch besser, aber in diesem Fall ist es tatsächlich so, dass mich jedes neue Buch von ihm noch mehr beeindruckt als das vorherige. Nach 'Morphin' und 'Drach' nun also der 'Boxer'. Das Buch spielt im Warschau des Jahres 1937, im Zentrum steht die mafiöse Bande um den 'Paten' und den jüdischen Boxer Jakob Shapiro. Ihr Clan liefert sich einen Kampf mit den auch in Polen aufstrebenden nationalistischen Kräften, die sich an die Macht putschen wollen. Erzählt wird die Handlung aber zunächst von einem jüdischen Jungen namens Mojsze Bernstajn, dessen Vater wegen Schutzgelderpressungen von Shapiro umgebracht wurde. Die Handlung bietet zunächst mal alles, was man von einem Mafiaroman erwarten kann, entfaltet aber immer mehr ein Panorama der polnischen Gesellschaft mit ihren wirtschaftlichen, politischen und ethnischen Konflikten. Sogar ein polnisches KZ kommt vor (angesichts der gegenwärtigen Diskussion um die 'Deutschen Lager' nachgerade ein politisches Statement...). Das Buch ist von einem Tempo, einer Souveränität und Intensität, wie man es selten liest. Ein Teil der Intensität geht natürlich auch darauf zurück, dass der Leser weiß, wie diese Gesellschaft mit ihren Spannungen zwei Jahre später durch den Deutsch/Sowjetischen Überfall auf Polen weggefegt wurde. Das Buch habe ich wie im Rausch gelesen und danach sehr nachdenklich ins Regal gestellt. In jeder Hinsicht großartig.


Seit 2010 veröffentlicht Andreas Maier sein Romanprojekt 'Ortsumgehung' - eine auf 11 Bände angelegte Folge von autobiographischen Romanen aus der Wetterau. Letzte Woche erschien Band 6 - Die Universität. Ich gestehe, ich giere immer nach den neuen Bänden, die leider den Nachteil haben, recht kurz zu sein (nur 144 Seiten diesmal) und nach wenigen Stunden Lesegenuss vorbei sind. Nach Das Zimmer, Das Haus, Die Straße, Der Ort und Der Kreis nun also die ersten Schritte des Protagonisten an die Uni in Frankfurt und die beginnende Loslösung von Friedberg. Das Buch enthält herrliche Schilderungen des Mikrokosmos am philosophischen Seminar der Uni, aber auch eine bewegende Schilderung der Witwe Th. W. Adornos, bei der der Protagonist als Pfleger arbeitet. Das Kapitel endet mit der hinreißenden Schilderung eines Triumphzuges der Philosophenwitwe im Rollstuhl von ihrer Wohnung vorbei am Suhrkamp-Gebäude ins Café Laumer. Da Andreas Maier fast genau mein Jahrgang ist, lese ich diese Bücher mit einem ungeheuren Spaß, weil ich so viele Parallelen zu meinem eigenen Leben und meinen Erinnerungen entdecke. Immerhin weiß ich nun auch, wie die Serie fortgesetzt wird. Es folgen:

Die Familie
Die Städte
Die Heimat
Der Teufel
Der liebe Gott
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