Beiträge von finsbury

    Hallo Gitta,


    gestern hab ich ein bisschen oberflächlich geschrieben.
    Klar, es ist genau die CD.
    Im Moment höre ich sie gerade ganz durch: Ein Komponist, den es zu entdecken lohnt.
    Das Stück aus der Faust-Kantate, das ich meinte, ist auf der CD Nr. 10: Eine Mischung zwischen Passacaglia und Tango, steht ein bisschen losgelöst von der Gesamtkantate, obwohl das Motiv am Anfang aufscheint. Ich hab's gestern Abend noch einmal gehört: Danach kann man kaum mehr schlafen... .


    HG
    finsbury


    Hallo Gitta,


    ja, wenn Dr. Schaub bei dir in der Nähe spricht, dann geh mal hin. Er ist live viel besser als in seinen CDs bei Naxos.


    HG
    finsbury

    Zitat von "Gitta"


    Hallo finsbury und Alle,


    kennen ist zu viel gesagt. Ich habe sie mal im Radio gehört, besitze sie leider (noch) nicht auf CD. Du hast mich jetzt aber an dieses Werk erinnert. :winken: Man kann hier mal reinhören:


    Link


    Hallo Gitta und andere Musikfreunde,


    danke für den Link: Der bietet aber nur die Einleitung und nicht die großartige Szene der letzten Nacht.
    Ich habe jetzt die in dem Seminar empfohlene Aufnahme bestellt und erhalten: von BIS (Alfred Schnittke Edition) in einer Aufnahme des Malmö
    Symphony Orchestras unter James DePreist mit der wunderschönen Stimme von Inger Blom.


    Zitat von "Gitta"

    Ich weiß nicht, ob's hier schon erwähnt wurde, aber den Fauststoff haben ja auch Spohr, Busoni und Schumann vertont. Von Letzterem hört man im Konzert aus seinen "Faustszenen" fast nur noch "Fausts Verklärung".


    Liebe Grüße,
    Gitta


    In dem erwähnten Seminar wurde auch die berühmte "La Damnation de Faust" von Berlioz besprochen und seine "Symphonie Phantastique" hat ja auch Bezüge zum Fauststoff.
    Von Liszt habe ich auch eine "Faust-Sinfonie".
    Aber am meisten berührt hat mich der Schnittke, der übrigens nicht auf Goethe, sondern auf das "Volksbuch von Johann D.Fausten" zurückgeht.


    HG
    finsbury

    Hallo zusammen,


    kennt jemand von euch die Faust-Kantate von Alfred Schnittke?
    Ich habe sie vor kurzem anlässlich eines Vortrags über Faust in der klassischen Musik kennen gelernt.
    Ein unglaubliches Werk!
    Die letzte Nacht Fausts im Beisein seiner Studenten wird vertont und wie ihn der Teufel holt. Elemente barocker Musik, moderner klassischer Musik unterlegt mit einem treibenden Tango: Ich habe selten etwas so Aufwühlendes gehört.
    Prädikat sehr empfehlenswert :klatschen::klatschen:, auch für Menschen, die die "klassische"
    Musik des 20. Jahrhunderts nicht unbedingt schätzen.


    HG
    finsbury

    Zitat von "Imrahil"

    Hallo zusammen,


    Da ich Schiller bisher kaum kenne und Schillerjahr ist, möchte ich das zum Anlass nehmen und mich mit Schillers Werk vertraut machen. Ich habe mir überlegt die Werkausgabe "Sämtliche Werke" von Hanser (2004 neueste Ausgabe) zu erwerben, habe auch schon viel Gutes darüber gelesen. Trotzdem kann es ja nicht schaden noch weitere Meinungen einzuholen. Kennt jemand diese Ausgabe?


    Imrahil


    Hallo Imrahil,


    ich habe die dreibändige Hanserausgabe aus den Endsiebzigern, Anfang Achtzigern. Die Textauswahl ist gut, es fehlen nur die Übersetzungen, die Huldigung der Künste und einige historische Schriften (der Dreißigjährige Krieg ist aber drin). Den Anmerkungsteil finde ich dagegen mangelhaft.


    HG
    finsbury

    Hallo,


    ich liebe alles von Fontane, aber am meisten seinen ersten Roman "Vor dem Sturm". Die Atmosphäre darin ist so einzigartig dicht, dass man wirklich riecht und tastet, was er beschreibt, z.B. die Schlittenfahrt zum Kloster Lehnin.


    HG
    finsbury

    Hallo Gitta,


    ja genau die CD ist es.


    Wegen der Länge bin ich jetzt ganz gespannt. Bei den Tempi kann man mir ja viel erzählen, aber bei 5 Minuten Unterschied müsste selbst ich etwas hören. Leider habe ich keine Aufnahme zum Vergleich.
    Man hört aber nicht zwischendrin die Toilettenspülung, er spielt wirklich die ganze Zeit :bang: .


    HG
    finsbury


    Hallo Gitta,
    auweia, da hast du mich aber kalt erwischt! :redface:
    Im Gegensatz zur Literatur bin ich auf dem Gebiet der Klassischen und sonstigen Musik ein zwar begeisterter, aber völlig unwissender Laie.


    Ich nehme an, du meinst die Dauer der Sätze.
    In op.111 dauert das Maestoso bei Eschenbach 9.00 Minuten, die Arietta 22.16 Minuten.
    Die Aufnahme gibts zusammen mit op. 106, 109, 110 und 126 als Doppel-CD von EMI Classics. Sie ist allerdings auch nicht sehr jung, von 1976 bzw. 78.


    Noch ein schönes Wochenende


    finsbury

    Zitat von "xenophanes"

    Zweifellos auch für Bach. Trotzdem gehören dessen Chellosonaten für mich zur völlig unverzichtbaren Lebensausstattung :zwinker:


    Lass dir mit Beethovens Kammermusik Zeit. Am besten hörbar sind hier sicher noch die späten Klaviersonaten, vor allem das unerhörte op. 111


    CK


    :blume: , werde ich mir am Wochennede vornehmen,


    111 habe ich in der Aufnahme vonChristoph Eschenbach.
    Besonders schade finde ich es aber, dass mir die Streichquartette noch nicht so zugänglich sind, denn neben den Holzbläsern mag ich die Streichinstrumente, insbesondere die Geige am liebsten.
    Spielst du selbst Klavier?
    Viele Menschen, die Kammermusik mit Klavier schätzen, sind meiner Erfahrung nach selbst auf dem Instrument aktiv.


    HG
    finsbury


    Hallo Heidi,
    entschuldige, dass ich erst so spät auf diesen bereits so lange zurückliegenden Beitrag reagiere.


    Es gibt eine Menge zeitgenössische, auch junge Autoren, die es keineswegs nötig haben, sich ständig nur ordinär zu gerieren.
    Z.B: Bernhard Schlink, Judith Hermann, Christoph Hein, Martin Mosebach...
    Alle diese Schriftsteller erreichen - ohne jetzt im Einzelnen ihren literaturgeschichtlichen "Wert" diskutieren zu wollen - ein breites Publikum, verzichten zumeist jedoch auf massenwirksame Ordinarismen und Kolportagethematiken.
    In anderen Büchern hat diese Sprache durchaus ihren Sinn und ihre Funktion. Deshalb ist ein Buch nicht unbedingt schlecht, wie ich finde.


    Dennoch bin ich ganz wie du der Meinung, dass Mann auch gerade deshalb von vielen hoch geschätzt wird, weil er anspruchsvoll im besten Sinne und artistisch einfach schön und "sauber " schreibt. In unserer hedonistischen Gesellschaft sehnen wir uns wohl manchmal nach Maß und zuchtvollem (:entsetzt:ich meine jetzt bitte nicht die negativen Konnotationen dieses Wortes) Auftreten, auch und gerade sprachlich.


    Ich hoffe, jetzt bin ich besser auf deine Grundfrage eingegangen. :zwinker:


    HG
    finsbury


    PS: "Die Entdeckung des Himmels" finde ich über weite Strecken gut.

    [quote="xenophanes
    Man muß wahrscheinlich zwischen Kammermusik und Kammermusik unterscheiden. Barocke Kammermusik habe ich auch sehr früh gehört. Aber die späten Streichquartette von Beethoven oder die von Schostakowitsch waren viel später dran.


    Um Kammermusik zu verstehen, braucht man IMO mehr Wissen & Erfahrung, weil die Ästhetik oft abstrakter ist und die Musik konzentrierter & kondensierter.


    CK[/quote]
    Hallo,
    so ähnlich geht es mir. Ich höre viel Vivaldi der kleineren Form, auch "kleinere" Meister wie Rosetti, Bottesini, die Böhmen, Schickhardt, Stamitz usw., besonders Stücke für Bläser. Haydns Streichquartette geben
    mir auch viel (danke für den Tipp), aber ich habe sehr große Schwierigkeiten, Beethovens Kamnmermusik zu würdigen, im Gegensatz zu seiner sinfonischen, die ich liebe.
    Ich denke, man kann nur unterstreichen, was du über die abstrakte Ästhetik sagst, xenophanes, das gilt ab der Klassik, aber auch schon für Bach. Ich hoffe, auf die Dauer in besseres Verständnis und mehr Genuss darin zu finden.


    HG
    finsbury

    Hallo liebe Bücherfreunde,


    aus dem Houllebeque- Zitat wird wohl für viele von uns umgekehrt ein Schuh:
    [size=18px]Wer das Leben liebt, liest! [/size]


    Die meisten von uns sind wohl weder Misanthrophen noch Lebensverneiner.
    Ich lese, weil ich in der mir leider nur zur Verfügung stehenden Lebenszeit unmöglich direkt so tiefen Einblick in so viel unterschiedliche Schicksale, Lebensumstände, Gedanken und Gefühle erhalten kann, wie es mir die Literatur (und die Musik, @ Gitta ;-)) ermöglicht.
    Diese Kenntnis wiederum bereichert uns Viellesern die Sicht auf das wirkliche Leben. Ich glaube, dass ich auf eine Menge Reaktionsweisen meiner Mitmenschen durch Lektüre vorbereitet worden bin, die mich sonst nur hilflos gelassen hätten. Ganz abgesehen von dem Spektrum an Bildern, in das Landschaften und Historie dadurch getaucht werden.


    Vielleicht verliert man die Naivität des unmittelbaren Zugangs zur Realität, aber welches Reich der Bezüge wird einem dafür geschenkt ...


    HG
    finsbury


    O.K:,


    bis dann und viel Spaß bei der Lektüre. Kannst ja zwischendurch mal posten , wie dir die anderen Werke gefallen.


    :winken: finsbury

    Zitat von "xenophanes"

    Nach Büchern sind Klassik-CDs quantitativ an zweiter Stelle, was Gegenstände in meiner Wohnung angeht :zwinker:


    CK


    Hallo,


    bei mir auch: Es kommt zwar nicht annähernd an den Umfang, aber das hat damit zu tun, dass klassische sinfonische Musik endlich ist und mich dann auch nicht mehr die 10. Aufnahme der "Rheinischen" etc. zum Kauf verlockt. Vor lauter Verzweiflung habe ich angefangen, mich in die Kammermusik zu vertiefen,aber bisher springt der Funke nicht so über wie bei der sinfonischen Musik.


    Vielleicht habt ihr einen Tipp für eine kurzweilige Einführung in die Kammermusik, vielleicht mit einer kleine Anschaffungsliste.
    Ich liebe solche Listen. Bisher habe ich nur den Reclam- Kammermusikführer und der ist sehr trocken und außerdem für einen Anfänger zu umfassend.


    HG
    finsbury

    @Dostojevskij,


    was würden wir nur ohne dich machen. Deine hilfreichen Links sind wirklich prima! :blume::blume:



    @ Saltanah,


    Mit dem "Silas Marner" oder "Daniel Deronda" könnte ich mich auch anfreunden, aber - wie geschrieben - nicht in allernächster Zeit, vielleicht im Sommer ..
    HG
    finsbury

    Zitat von "Saltanah"

    Hallo, Finsbury!


    Und, hast Du Lust, noch mehr von George Eliot zu lesen? Oder eines der Bücher nochmal zu lesen? Wie gesagt, welches Buch ist mir egal.


    Grüße,
    Saltanah


    Hallo Saltanah,


    eventuell den "Adam Bede", hat aber keine Eile, weil der nicht auf meinem unendlcihen SUB liegt und diesen zunächst nicht abbauen hülfe.
    Aber wenn sich dazu eine Leserunde fände, würde ich mitmachen.


    HG


    finsbury

    Hallo Katja,


    nur kurz eine Überlegung, warum die Gattung des Dramas im Nturalismus als wichtigste galt:
    a) Man wollte so wirklichkeitsgetreu wie möglich sein: Das konnte man mit den Hilfsmitteln der Bühne viel eher als mit dem reinen sprachlichen Produkt.
    b) Der Naturalismus hatte auch eine starke politische Intention. Die unmittelbare Öffentlichkeitswirkung der Bühne ist und besonders war wiederum größer als die von reinem Schrifttum.


    @ Stina


    Ich denke, dass das deutsche naturalistische Drama in der Hauptmannschen Ausprägung sowohl literarisch als auch politisch bedeutend war: Die Weber, Der Biberpelz, Die Ratten usw. haben soziale Gruppen und Themen auf die Bühne gebracht, die dort früher nicht zu finden waren und auch - z.B. durch den Dialekt - neue sprachlcihe Möglichkeiten eröffnet.


    HG
    finsbury

    Hallo Saltanah,


    ich habe vor einigen Jahren Middlemarch und Die Mühle am Floss gelesen und kann sie dir beide nur empfehlen, wobei ich besonders Middlemarch bewundere, weil dieses Buch eine sehr scharfsinnige Analyse der englischen "Landgesellschaft" bietet und auch die Rolle der Frau beginnt neu zu definieren.


    Grüße
    finsbury