Henrik Ibsen - Gespenster

  • Henrik Ibsen - Gespenster 

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    ist ein Familiendrama in drei Akten


    Ich habe das Theaterstück in einem Rutsch gelesen und genau wie in "Nora oder ein Puppenheim" bringt es Ibsen auch hier auf den Punkt. Er zeigt wie sich eine Familie selbst zerstört, und das alles nur weil keiner die Wahrheit sagt oder erfährt. Und nach dem Stück muss ich nun sagen: Kein weiterer Ibsen für mich, das machen meine Nerven nicht mit.


    Während dem Lesen hätte ich am Liebsten jede einzelne Person geschüttelt, so sehr gingen sie mir unter die Haut. Allen voran Helene Alving, die Witwe, die ihr Idyll unter allen Umständen aufrecht erhalten will. Am meisten auf die Nerven ging mir allerdings Manders, der Pastor. Vor allem sein "Frauen müssen sich alles gefallen lassen, das ist ihre Aufgabe" konnte ich schon nicht mehr lesen. Und dann die Kehrtwende, als er mit bekommen hat, dass der liebe Hauptmann doch nicht der Tugendhafte war, für den er ihn immer gehalten hat.


    Der Schluss war vorhersehbar. Das positive an Ibsen: Seine Stücke sind immer sehr kurz.

  • Na, das klingt nach einer anstrengenden Lektüre. Ich habe von Ibsen bisher nur die "Nora" - und das vor Urzeiten - gelesen, war aber wohl nicht so davon angetan, dass ich weitergelesen hätte. Vielleicht ging es mir ähnlich wie dir, Jaqui , und die Personen gingen mir auf den Wecker, aber ich weiß es nicht mehr.

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • finsbury ich weiß natürlich, dass das Buch in einer Zeit geschrieben wurde, in der Frauen einfach nichts zu melden hatten. Aber dennoch mag ich sowas nicht lesen. Mir geht dieses "Frauen müssen sich alles gefallen lassen" und "brav hinter dem Herd stehen" einfach nur auf den Wecker.