Einar Schleef

  • Als großer Fan von literarischen Tagebüchern bin ich kürzlich über die Bände von Einar Schleef gestolpert. Also habe ich mich etwas weiter umgesehen, um etwas mehr über ihn zu erfahren. Aber nirgendwo in den von mir bevorzugten Foren noch Blogs habe ich etwas über ihn finden können. Ist er wirklich so ein absolutes Nischenprodukt? Was ist mit seinem Roman "Gertrud"? Kennt den jemand?

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)

  • Wenn keiner was sagt, muss ich mich halt selbst kümmern. "Gertrud" ist mir als Einstieg zu dick. Daher habe ich mal einen Erzählband probiert - "Die Bande".

    Was als Erstes auffällt ist die Sprache. Nur kurze Sätze. Teilweise unvollständig. Satzellipsen. Das Ganze wirkt dadurch irgendwie gehetzt. Getrieben. Maschinengewehrprosa. Der Inhalt ist von schwankender Qualität. Teilweise habe ich nicht verstanden, worum es ging, was wohl auch der Sprache geschuldet ist. Ansonsten geht es überwiegend um ausgeflippte, randständige, durchgedrehte etc. Personen. Nix Normales. Schleefs DDR-Herkunft spielt auch teilweise eine Rolle. Wobei er eine DDR beschreibt, die ich so nie kennengelernt habe (vor meiner Zeit bzw. künstlerische Überhöhung).

    Als Nächstes wird wohl der erste Tagebuchband daran glauben müssen.


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    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)